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Dezimierter ERC schleppt sich als Erster in Spielpause

Mit acht von 18 Hauptrundenspielen in der Eishockey-Landesliga sind fast die Hälfte der Partien absolviert. Zeit für ein Zwischenfazit. Die wichtigste Nachricht: Der ERC Sonthofen ist Tabellenführer. Die Schwarz-Gelben sind punktgleich mit dem Rangzweiten SC Reichersbeuern, weisen aber die mit Abstand bessere Tordifferenz auf. Im Rennen um die Teilnahme an der Anfang Januar beginnenden Meisterrunde könnte die Anzahl an verbleibenden Heimspielen zu einem wichtigen Faktor werden.


Ein Blick auf die Tabelle genügt und schon gehen die Mundwinkel aller, die es mit dem ERC halten, nach oben: Sonthofen grüßt aktuell von der Tabellenspitze und hat in den bisherigen Saisonspielen mitunter begeisternde Auftritte aufs Eis gelegt. In besonderer Erinnerung bleiben Verantwortlichen und Fans bislang der Heimauftakt im Derby gegen Ravensburg (8:2), das fast schon historisch anmutende 12:1 am zweiten Spieltag in Burgau und der Kraftakt-Sieg im Spitzenspiel in Reichersbeuern (2:1).


In der Mannschaft sind genau die Spielertypen vertreten, die für eine Ausgewogenheit sorgen, die im Verlauf der Saison noch von Bedeutung werden kann – technisch versierte und schlittschuhläuferisch starke Spieler, klassische Kämpfer und  leidenschaftliche Leader. Mit erfrischendem Eishockey und zwei starken Keepern als Rückhalt haben sich die Schwarz-Gelben den Rang als Ligenprimus gesichert.


Und das unter anderem dank einer starken Offensive: 49 Tore bedeuten einen Schnitt von mehr als sechs Treffern pro Spiel. Gar sechs Akteure haben zweistellig gescored: Ondrej Havlicek (17 Punkte/Tore: 5/Assists: 12), Zugang Dan Przybyla (17/6/11), Matyas Stransky (16/9/7), Vladi Kames (15/5/10), David Mische (14/9/5) und Urgestein Marc Sill (11/3/8).


Bei aller Zufriedenheit über den sportlichen Verlauf gibt es auch Punkte auf der Agenda, die nach Meinung des Trainerduos Helmut Wahl und Vladi Kames abgestellt werden sollten: Wie gerade der letzte Auftritt in Germering oder die Derby-Niederlage in Pfronten (2:5) gezeigt haben, bedarf es in allen Matches einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten. Leichtsinnige Fehler sollten tunlichst vermieden werden, denn diese werden umgehend bestraft. „Wir müssen schauen, dass wir weiter Gas geben“, sagt Helmut Wahl. „Wir möchten die nötigen Punkte sammeln, um in die Meisterrunde zu kommen.“


Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass der ERC aufgrund zahlreicher Ausfälle in den vergangenen Partien mit einem arg dezimierten Kader auf dem Spielberichtsbogen erschien und der Truppe etwas die Puste ausging. Die Pause von fast zwei Wochen bis zum nächsten Heimspiel gegen Lechbruck am 24. November kommt daher zum richtigen Moment. Zeit zum Durchschnaufen für alle.


Was neben der tabellarischen Situation und dem positiven Gesamterscheinungsbild der Mannschaft im Hinblick auf die verbleibenden Hauptrundenspiele zusätzlich Mut macht, ist die Anzahl der Auftritte vor heimischen Publikum: Noch sechs Mal  darf der ERC an der Hindelanger Straße auf Torejagd gehen. Und die Fans könnten zu einem wichtigen Faktor werden – in der Haupt- und Meisterrunde und den möglichen Playoffs: Mit fast 800 Zuschauern im Schnitt dürften die Sonthofer in beiden Landesligen das Maß aller Dinge sein. Und selbst in der höherklassigen Bayernliga würde der ERC in der Zuschauertabelle eine gute Rolle spielen.


Und wer noch nach einer weiteren Motivationsspritze sucht, um das nächste Match gegen Lechbruck am 24. November zu besuchen: Mit Marc Sill wird an diesem Abend der Kapitän der Schwarz-Gelben für seine 17. Saison im ERC-Dress und unglaubliche 555 Einsätze im Herrenbereich geehrt.

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