Volle Kapelle und Halbfinal-Hütte gegen Haßfurt
- 11. März
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Ganz Sonthofen ist heiß aufs Halbfinale gegen Haßfurt: Am Freitag um 20 Uhr begrüßen die Sonthofer zum Semifinal-Auftakt die „Hawks“. Trainer und Spieler bereiten sich in dieser Woche akribisch auf die Unterfranken vor und feilen an den Details. Der ERC rechnet mit einer großen Kulisse und bietet daher einen Vorverkauf an. Alle Infos zum Hammer-Halbfinal-Heimspiel gegen Haßfurt gibt es hier.

Was bisher geschah: Der ERC Sonthofen hat sich in den Playoffs bislang keine Blöße gegeben: Im Achtelfinale wurden die Bayreuth Tigers in zwei Partien mit 4:0 und 5:3 bezwungen, eine Runde später die Trostberg Chiefs deutlich mit 11:2 und 5:1. Die Haßfurt Hawks besiegten in zwei Matches zunächst den EV Ravensburg (5:2, 5:1), benötigten im Viertelfinale gegen die Wanderers Germering aber drei Spiele (9:5, 2:6, 10:1).
Halbfinalmodus: Wie im Achtel- und Viertelfinale berechtigen auch im Halbfinale zwei Siege zum Weiterkommen. Erst das Finale wird dann als Best of Five-Serie ausgetragen: Hier sind drei Siege erforderlich, um Landesliga-Meister zu werden und in die Bayernliga aufzusteigen.
ERC-Stimmungsbild: In den vergangenen Jahren ist der ERC stets ins Halbfinale gestürmt – so auch in dieser Saison. Das Minimalziel nach einer herausragenden Hauptrunde haben die Mannen um Kapitän Marc Sill also wieder erreicht. Entsprechend gut ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft und im Umfeld der Sonthofer. Sportlich ist der ERC durchs Achtel- und Viertelfinale spaziert – die harten Brocken kommen jetzt ab dem Halbfinale. Aber der ERC kann auf eine eingespielte Offensive, einen sattelfesten Defensivverbund und einen herausragenden Playoff-Goalie Calvin Stadelmann setzen. Die Vorfreude beim Staff und den Fans aufs erste Halbfinal-Heimspiel ist daher gewaltig, zumal wieder weit mehr als 1.000 Fans für eine prickelnde Atmosphäre im Eisstadion an der Hindelanger Straße sorgen werden.

Gegner Haßfurt: Die „Falken“ haben in der Parallelgruppe B eine tolle Hauptrunde absolviert und landeten mit 62 Punkten auf Rang zwei hinter dem ESC Dorfen (74 Zähler). In 27 Matches erzielten sie beachtliche 190 Treffer und kassierten 88. Zum Vergleich: Der ERC Sonthofen belegte den ersten Platz mit 68 Punkten bei 122 geschossenen Toren und nur 65 Gegentreffern. Die „Hawks“ verfügen über eine Mannschaft mit starken Kontingentspielern, die sich auf dem Eis als kompakte Einheit präsentiert. Mit Jan Zedec, Vaclav Adamec und Tomas Pribyl gehören drei Falken zu den aktuell besten Playoff-Scorern.
Hawks-Historie: Auch wenn das letzte Duell mit den Unterfranken schon etwas zurückliegt, sind die Hawks für einige ERC-Spieler und das Trainerduo Helmut Wahl und Vladimir Kames kein unbeschriebenes Blatt. Im Februar 2023 begegneten sich beide Teams im Kampf um die Playoff-Plätze: Damals verloren die Oberallgäuer zunächst in Haßfurt deutlich mit 3:9, zwei Tage später setzte es im Rückspiel in Sonthofen eine knappe 1:2-Niederlage. Die Zeit für Wiedergutmachung ist also gekommen!

Trainingsfokus: Die beiden Coaches Helmut Wahl und Vladimir Kames feilen mit ihren Jungs an Details und dosieren die Einheiten, heißt: kürzer und nicht so belastungsintensiv. So werden sie am Überzahlspiel und Penalty Killing arbeiten. Ganz wichtig: Das Team soll weiter mit Spaß bei der Sache sein und den Zusammenhalt, der sie über die Saison hinweg ausgezeichnet hat, leben.
Das sagen die Trainer: „Nur wenn alle mental voll bereit sind, können wir gegen Haßfurt erfolgreich sein“, sagt Coach Helmut Wahl. „In dieser Saisonphase dürfen wir uns einfach keine Minute Schläfrigkeit erlauben. Jeder noch so kleine Fehler wird bestraft.“ Und Vladimir Kames ergänzt: „Wir müssen hart und fair spielen, dabei geduldig sein, von der Strafbank wegbleiben und unsere Stärken ausspielen.“ Der Glaube ans Team ist groß: „Die Jungs spielen eine großartige Saison und alle sind heiß auf dieses Halbfinale“, sagt Helmut Wahl. Vladimir Kames: „Alle hauen sich voll rein und ich bin mir sicher, dass wir in unserem Eishockeytempel eine tolle Halbfinalserie sehen werden.“
Personalsituation: Passiert in dieser Woche nichts Außergewöhnliches, werden die angeschlagenen Dan Przybyla und Lynnden Pastachak am Freitag ebenso im Lineup stehen wie Marc Hindelang, der am vergangenen Freitag in Trostberg krankheitsbedingt ausgefallen war. Damit könnte der ERC gegen Haßfurt mit voller Kapelle antreten.
Große Kulisse: Da der ERC Sonthofen zum Halbfinalauftakt am Freitag erneut mit vielen Zuschauern rechnet, wird es am Donnerstag von 18 bis 20 Uhr einen Vorverkauf am Eisstadion an der Hindelanger Straße geben. Für alle Kurzentschlossenen öffnet am Freitag die Abendkasse. Die Preise bleiben unverändert: Eine Einzelkarte kostet acht Euro, Kinder bis einschließlich zwölf Jahre haben freien Eintritt. Bereits im Achtelfinal- und Viertelfinal-Heimspiel gegen Bayreuth und Trostberg pilgerten jeweils mehr als 1.200 Fans ins Eisstadion an der Hindelanger Straße. Gegen die „Hawks“ dürften es noch mehr Zuschauer werden.
Darüber hinaus plant der ERC auch wieder eine gebührenpflichtige Live-Übertragung per Stream. Infos hierzu folgen rechtzeitig am Freitag.
Fotos: Bettina Brunner



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