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Stransky schießt ERC zum 3:2-Sieg gegen Reichersbeuern

Es wurde das erwartet schwere Match gegen den auswärtsstarken SC Reichersbeuern: Eishockey-Landesligist ERC Sonthofen benötigte 60 Minuten plus Verlängerung und Penaltyschießen gegen dezimierte, aber aufopferungsvoll kämpfende Gäste, um den Heimsieg einzufahren. Siegtorschütze im Shootout war Matyas Stransky, der damit nicht nur den Schwarz-Gelben zwei wichtige Punkte bescherte, sondern auch Geburtstagskind Vladi Kames ein Geschenk mit Schleife schnürte. Calvin Stadelmann im ERC-Kasten sicherte Sonthofen mit Glanzparaden zwei wichtige Punkte.


Es fing alles so gut an für den ERC: Sonthofen begann druckvoll, kombinierte sicher und drang in den ersten zehn Minuten immer wieder mit Tempo ins gegnerische Drittel ein. Keeper Calvin Stadelmann verlebte dabei relativ ruhige Anfangsminuten. In der 6. Minute war es Ondrej Havlicek, der auf Vorlage von Robin Berger und Vladi Kames, der vor Spielbeginn für seinen 40. Geburtstag geehrt wurde, einen Kringel hinterm SCR-Kasten drehte, das Spielgerät zielsicher in den Winkel zirkelte und die Führung erzielte. Tempo, Pässe, Zweikämpfe – im ersten Drittel funktionierte Vieles für den ERC-Express, dem man anmerkte, dass der 4:3-Sieg gegen Tabellenführer Burgau am Freitag eine gehörige Portion Selbstvertrauen freigelegt hatte.


Im Mittelabschnitt mussten sich die Schwarz-Gelben gleich zu Beginn erst einmal einer doppelten, 90-sekündigen Unterzahl erwehren, die sie mit viel Kampf schadlos überstanden – um dann doch kurze Zeit später in der 24. Minute den 1:1-Ausgleich zu kassieren, weil Sonthofen erneut mit einem Mann weniger auf dem Eis agieren musste. Es waren Nadelstiche, die Reichersbeuern immer wieder setzte. Der fieseste mündete in der 2:1-Führung: In der 39. Minute donnerte der SCR, wieder in Überzahl, den Puck in den Winkel und ging mit diesem Vorteil in die Kabine. Katerstimmung auf der Bank des ERC und auf den Rängen bei den 650 Zuschauern im Eisstadion an der Hindelanger Straße.


Die Sonthofer hatten sich für den Schlussabschnitt viel vorgenommen. Und die Vorzeichen waren gut, schließlich konnten sie in den ersten fast fünf Minuten in doppelter Überzahl den Puck laufen lassen. Allerdings brachten die technischen Finessen nichts Zählbares. Reichersbeuern verteidigte gut, allen voran ihr Torhüter Kilian Haltmair, der nahezu alle Schussversuche der Heimmannschaft zunichtemachte.


Doch irgendwann wurde der Druck der Schwarz-Gelben zu groß: Nach 46 Minuten war es wieder eine Co-Produktion aus dem Hause Havlicek/Kames. Dieses Mal durfte das Geburtstagskind Vladi Kames jubeln, weil er mustergültig von Ondrej Havlicek bedient wurde und die Hartgummischeibe aus zentraler Position in den Winkel schlenzte – 2:2!


Mit diesem Ergebnis ging es in die Verlängerung, in der der ERC zwar bei Drei gegen Drei so ziemlich alles probierte, aber das Entscheidende nicht erzielen konnte: ein Tor. Und so kam es im Penaltyschießen zum ultimativen Showdown, in dem Dan Przybyla als erstes für den ERC antrat und den Gästekeeper verlud. Im Gegenzug konnte Calvin Stadelmann, der ohnehin einen bärenstarken Abend erwischt hatte, den Schuss der Gäste abwehren. Als nächstes trat Matyas Stransky an, der SCR-Goalie Haltmair keine Chance ließ. Zwar konnte Reichersbeuern seinen nächsten Penalty verwerten, aber da Calvin Stadelmann auch den letzten Versuch der Gäste zunichtemachte – vorher hatte Ondrej Havlicek verschossen – jubelte der ERC über einen hart erkämpften 3:2-Sieg, der ihnen einen wichtigen Extrapunkt bescherte!


Am Freitag kommt es ab 20 Uhr zum nächsten, prickelnden Aufeinandertreffen, wenn die Falcons aus Pfronten nach Sonthofen kommen.

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