Sonthofen setzt klares Zeichen vor den Playoffs – 11:2-Erfolg gegen Lechbruck
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Der ERC Sonthofen hat im letzten Hauptrundenspiel ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt und den Tabellendritten ERC Lechbruck mit einem klaren 11:2‑Erfolg aus der Eishalle geschossen. Vor knapp 1000 Zuschauern zeigte der Spitzenreiter eine Vorstellung, die kaum Zweifel daran ließ, dass die Mannschaft bereit ist für die anstehenden Playoffs. Überragender Akteur des Abends war Dan Przybyla, der nicht nur vier Treffer erzielte, sondern bereits im zweiten Drittel seinen lupenreinen Hattrick perfekt machte. Auch Ondrej Havlicek, Josef Slavicek, Marc Sill und weitere Offensivkräfte sammelten zahlreiche Scorerpunkte. Im Tor stand Calvin Stadelmann, der einige gefährliche Gästechancen souverän entschärfte und seinem Team die nötige Ruhe gab.
Die Partie begann mit mutigen Angriffen der Gäste, die zunächst etwas aktiver wirkten. Doch die Oberallgäuer schlugen früh zu: Nach einem schnellen Umschaltmoment legte Ondrej Havlicek nach Zuspiel von Marc Sill präzise für Josef Slavicek auf, der bereits nach 1:58 Minuten zum 1:0 traf. Danach entwickelte sich ein unruhiges Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. Lynnden Pastachak scheiterte am starken Schoner des Lechbrucker Torhüters, ehe Sonthofen erneut zuschlug: Havlicek setzte nach Pass von Jochen Hartmann den an diesem Abend sehr gut aufgelegten Przybyla in Szene, der flach zum 2:0 vollendete. Lechbruck verkürzte durch Marius Keller, doch die Hausherren antworteten prompt. Przybyla wurde erst noch auf dem Weg zum Tor gefoult, vergab jedoch den fälligen Penalty. Kurz darauf machte er es besser und verwertete ein perfektes Zuspiel von Nicolas Neuber zum 3:1. Ein weiterer starker Pass von Marc Sill auf Slavicek blieb kurz vor der Pause ungenutzt.
Im zweiten Drittel übernahm der ERC endgültig die Kontrolle. In der 34. Spielminute wechselten die Ostallgäuer den Torhüter: Für Christoph Lohr kam Philipp Wieland, doch auch er konnte den Sonthofener Angriffswirbel nicht stoppen. Przybyla erhöhte nach erneuter Vorarbeit von Havlicek und Neuber auf 4:1 und komplettierte damit seinen Hattrick. Wenig später traf Lynnden Pastachak nach Vorlage von Slavicek zum 5:1. Der Druck blieb hoch, und Filip Krzak stellte nach Zuspiel von Przybyla und Havlicek auf 6:1. Kurz darauf war Przybyla erneut zur Stelle und erzielte im Alleingang seinen vierten Treffer des Abends. Die Schwarz-Gelben spielten nun mit der Selbstverständlichkeit eines Spitzenreiters, der sich in Playoff-Form gebracht hat: laufstark, körperlich präsent und mit klarer Struktur im Angriff. Stadelmann blieb in dieser Phase weitgehend beschäftigungslos, war aber bei den wenigen Lechbrucker Vorstößen stets aufmerksam.
Auch im Schlussabschnitt blieben die Gastgeber tonangebend, obwohl Lechbruck durch Lukas Fischer zunächst auf 7:2 verkürzte. Die Antwort folgte prompt: Robin Berger fälschte einen Schlenzer von Pascal Kröber, der zuvor von Havlicek bedient worden war, unhaltbar zum 8:2 ab. Marc Sill erhöhte nach Vorarbeit von Slavicek und Pastachak auf 9:2, ehe Kevin Adebahr nach Zuspiel von Kröber und Dustin Ottenbreit das zweistellige Ergebnis perfekt machte. Den Schlusspunkt setzte Josef Slavicek, der nach Vorarbeit von Sill und Havlicek zum 11:2-Endstand einnetzte.
Mit diesem deutlichen Sieg hat der ERC Sonthofen nicht nur seine beeindruckende Serie auf 19 Erfolge in Folge ausgebaut, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, dass die Mannschaft bereit ist für die entscheidende Phase der Saison. Das Trainerduo Vladimir Kames und Helmut Wahl lobte nach dem Spiel vor allem die Reaktion der Mannschaft nach einem etwas holprigen Start: Die Spieler hätten genau die Intensität, Laufarbeit und Konsequenz gezeigt, die er für Playoff-Hockey einfordert. Checks, Schüsse blocken, Scheiben fressen – all das sei nun selbstverständlich geworden. Die Mischung aus Effizienz, Tempo und körperlicher Präsenz lässt erahnen, dass der Spitzenreiter im Achtelfinale ein gewichtiges Wort mitreden will. Wenige Tage bleiben nun zur Regeneration, bevor am Freitag das erste Playoff-Spiel auf heimischen Eis ansteht. Wenn der ERC seine aktuelle Form beibehält, dürfte er im anstehenden Achtelfinale nur schwer zu stoppen sein.
Fotos: Bettina Brunner










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