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Saisonvorschau

In der vergangenen ersten Landesligasaison hatte der ERC Sonthofen mit Erreichen des Halbfinales ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Das Team aus dem Oberallgäu spielte sich von Saisonbeginn an in die Herzen der Fans. Die Kontrahenten mühten sich, doch am Ligenneuling aus Sonthofen gab es in der Vorrunde kein Vorbeikommen. Als Spitzenreiter der Gruppe B folgte die Meisterrunde. Dort stotterte der Sonthofner Motor allerdings aufgrund einer zähen Verletzungsserie. Trotzdem gelang den Schwarz-Gelben am letzten Spieltag mit dem Sieg gegen den haushohen Favoriten aus Dingolfing der Einzug ins Halbfinale. Dort traf der ERC erneut auf die starken Dingolfinger und landeten im ersten Halbfinalspiel nach einem nervenaufreibenden Eishockeykrimi im Penaltyschießen einen 6:5-Auswärtscoup. Die zweite Partie auf heimischen Eis brachte den Kreisstädtern dagegen eine 3:4-Niederlage in der Overtime ein, sodass es für sie noch einmal nach Dingolfing ging. In Niederbayern reichte es für die „Sonthofner Jungs“ allerdings auch nicht und so verabschiedete sich das Team um Kapitän Christian Engler mit einer 2:5-Niederlage in die wohlverdiente Sommerpause.


Nach der Saison ist vor der Saison. Die Hausaufgaben wurden von den Verantwortlichen um Vorstand Roman Hanisch gemacht und so steht der neuen „Eiszeit“ nichts mehr im Wege, eine Saisonvorschau:



Das Trainerteam


Auf der Trainerposition ergaben sich über die Sommermonate keine Änderungen. Vladimir Kames und Helmut Wahl leiten weiterhin die sportlichen Geschicke des Traditionsvereins. Beide Trainer arbeiten Hand in Hand. Während Vladimir Kames als Spielertrainer noch selbst auf Punktejagd geht, managt sein Trainerkollege Helmut Wahl das Team an der Bande.



Das Team


Auf drei Abgänge folgten zwei Neuzugänge. Die beiden Verteidiger Sebastian Schütze und Ben Tenzer sowie Stürmer Lukas Stadelmann verabschiedeten sich aus dem Sonthofner Eisstadion. Während sich Schütze aus privaten Gründen zurückzog, wechselten Stadelmann und Tenzer den Verein.


Neu ins Team kamen Verteidiger Niklas Arnold und Stürmer Dan Przybyla. Der bayernligaerfahrene Arnold erlernte sein Handwerk am Schleifgraben im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion. Mit seinen 1,87 m und 90 kg verfügt der 28-Jährige über imposante Maße, an denen sich die gegnerischen Offensive abarbeiten sollte. Der zweite Neuzugang Dan Przybyla blickt auf insgesamt 150 Einsätze in der zweiten tschechischen sowie italienischen Liga zurück und das mit gerade einmal 24 Jahren. Sein Handwerk erlernte Przybyla in Tschechien. Ein Unbekannter ist der Tscheche auch im Allgäu nicht, in der letzten Saison ging er mit dem ESC Kempten auf Punktejagd. In 17 Partien kam er illerabwärts auf sehenswerte 19 Punkte.

Mitte Juli wurde außerdem eine Kooperation zwischen dem ERC Sonthofen und dem ESC Kempten vereinbart. Aus der Allgäu-Metropole erhielten die Stürmer Edgar Simon, Philipp Zeiske, Nikolai Streif sowie die Verteidiger Lucas Spindler und Colin Witting die Spielberechtigung für den ERC Sonthofen in der Landesliga. Im Gegenzug wurden Goalie Calvin Stadelmann, Verteidiger Niklas Holzschneider und die beiden Stürmern David Mische und Valentin Köcheler für den ESC mit einer Förderlizenz für die Bayernliga ausgestattet.



Die Vorbereitung


Mit dem ESC Kempten hatte man es mit einem höherklassigen Bayernligisten zu tun, der zwei Mal nur knapp (4:3 OT und 2:1) die Oberhand behielt. Gegen die Ligenkonkurrenten aus Pfronten und Lechbruck konnte sich der ERC zweimal durchsetzen. Im Hinspiel gegen Pfronten kamen die Schwarz-Gelben nicht wirklich in Fahrt, so setzte es eine 3:4-Niederlage. Das Rückspiel ging allerdings mit 3:2 an die Schwarz-Gelben. Die letzte Testpartie gegen den namensgleichen ERC Lechbruck endete mit 7:4 für den ERC Sonthofen.



Die Liga


Die Landesliga hat an Qualität gewonnen und dürfte damit nicht mehr weit entfernt von einer früheren Bayernliga stehen. Allein der ERC kann mit drei Zweitligaspielern aufwarten. Sonthofen wurde für die kommende Spielzeit in die Gruppe A eingeteilt und trifft mit dem ESV Burgau 2000, SC Forst, ERC Lechbruck, EV Pfronten und SC Reichersbeuern auf bekannte Teams aus der vergangenen Saison. Mit Spannung dürften die Fans auf die Partien gegen den altbekannten Bezirksliga-Aufsteiger EV Ravensburg schauen. Mit ihm verbinden die Oberallgäuer besondere Erinnerungen, die bei den Partien für eine gewisse Brisanz sorgen dürften. Aus der ehemaligen Gruppe B der vergangenen Saison komplettieren der EV Fürstenfeldbruck und der ERSC Ottobrunn sowie die Wanderers Germering die nun zehn Teams umfassende Landesliga.


Als ersten Spieltag der neuen Saison wurde der 20. Oktober terminiert, letzter Spieltag der Vorrunde wird der 5. Januar 2024 sein. Meister- und Abstiegsrunde sind für den 12. Januar bis 1. März angesetzt. Anschließend beginnen ab dem 8. März die Playoffs bzw. Playdowns.



Das Saisonziel


Die sportlich Verantwortlichen möchten sich mit dem Erreichen der Meisterrunde langfristig in der Landesliga etablieren.



Der Nachwuchs


Die ERC-Jugendteams haben sich im letzten Jahr gut geschlagen und sind auf den vorderen Plätzen gelandet. Viel wichtiger als der sportliche Erfolg ist für den Verein, wie sich die einzelnen Spieler, die Mannschaften und das gesamte Nachwuchsgefüge entwickeln. Im Vordergrund steht dabei immer der Spaß am Eishockeysport, welcher die Grundlage für eine gute und funktionierende Nachwuchsarbeit ist.


Die U17 wird in der anstehenden Saison -wie die drei verbliebenen U20-Spieler auch- wieder mit dem ESC Kempten als Spielgemeinschaft in der Landesliga antreten. Alle anderen Teams agieren für sich selbst ebenfalls in den jeweiligen Landesligen und dürften jeweils um die 15 Spieler zur Verfügung haben. Die U9 und U11 kommen gemeinsam auf 45 Eisflitzer. Auch die Laufschule ist mit bis zu 60 Kindern sehr gut besucht.



Der Verein


Während der ordentlichen Mitgliederversammlung Mitte Juni 2023 wurden die Vorsitzenden Roman Hanisch und Thomas Junker im Amt bestätigt. Unterstützung erhalten die beiden Vorsitzenden von Schatzmeister Paul Hoeter, Jugendleiter Alexander Henkel, Bereichsleiterin Eishockey Graziella Kautner-Lanzer, Organisationsleitung Gerhard Socher und Schriftführerin Nina Schäfer.


Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen. Verbindlichkeiten der letzten Jahre wurden auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter abgetragen.


Der ERC ist eine feste Größe in der Region und gibt vielen Sportbegeisterten eine Heimat. Die vielen Sportler und Ehrenamtlichen empfinden den Verein als große Familie, was auch ein Grund für ihren unermüdlichen Einsatz sein dürfte. Ganz gleich, ob Vorstand, Trainer, Betreuer, Spieler, Sponsoren, Fans oder Eltern – jeder einzelne von ihnen leistet einen entscheidenden Beitrag zum Fortbestehen und Gelingen des Vereins.


Foto: Klaus Ottenbreit






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