Offensivfeuerwerk im zweiten Drittel – ERC Sonthofen zerlegt Forst mit 11:2
- ercsonthofen

- vor 7 Tagen
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Der ERC Sonthofen hat sein Heimspiel gegen den SC Forst am Freitagabend vor knapp 800 Zuschauern deutlich mit 11:2 gewonnen. Nach einem kontrollierten, aber noch nicht perfekten ersten Drittel steigerten sich die Gastgeber spürbar, dominierten das Spiel über weite Strecken und entschieden die Partie vor allem im Mittelabschnitt mit einem wuchtigen Offensivfeuerwerk.
Im ersten Drittel übernahm der ERC sofort die Initiative. Nach einem mustergültigen Pass von Dan Przybyla tauchte Ondrej Havlicek frei vor dem Gästetorhüter auf und schob den Puck flach ins Eck zur frühen Sonthofner Führung. Die folgende Unterzahl überstand der ERC souverän und setzte anschließend sofort wieder Akzente. Forst kam nur vereinzelt gefährlich vor das Tor, während die Hausherren weiter drückten. Nach einem Traumpass von Josef Slavicek scheiterte Havlicek zunächst am Pfosten. Kurz darauf war Slavicek selbst zur Stelle: Von hinter dem Tor brachte er das Zuspiel von Przybyla und Havlicek scharf in den Slot, wo ein Forster Verteidiger den Puck beim Rettungsversuch unglücklich ins eigene Tor abfälschte – 2:0 nach 20 Minuten.
Der zweite Spielabschnitt wurde zum klaren Höhepunkt des Abends. Gleich zu Beginn setzte sich Przybyla nach Vorlage von Slavicek im Alleingang durch und erhöhte auf 3:0. Im anschließenden Powerplay legten diesmal Havlicek und Przybyla mit präzisem Passspiel vor, und Denis Adebahr ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte das Spielgerät zum 4:0. Kurz darauf bedienten dann Pascal Kröber und Justin Weber ihren Mitspieler Dustin Ottenbreit, der den Puck kompromisslos ins Eck zimmerte, ehe Gästegoalie Thomas Zimmermann, der zuvor immer wieder mit starken Paraden ins Spielgeschehen eingriff, genug hatte und den weiß-blauen Kasten an seinen Mitstreiter Andreas Scholz übergab. Doch auch Scholz musste Tribut zollen: In Unterzahl spitzelte Lynnden Pastachak die Scheibe am Verteidiger vorbei, Jochen Hartmann machte sich auf und davon und vollendete zum 6:0. Anschließend setzte Youngster Marc Hindelang, der eine starke Partie ablieferte, Przybyla mit einem feinen Zuspiel in Szene, der jedoch knapp verfehlte. Im nächsten doppelten Powerplay schlug der ERC erneut zu: Marc Sill wurde von Havlicek und Przybyla bedacht und setzte die Hartgummischeibe druckvoll unter die Latte. Kurz darauf bedienten Dustin Ottenbreit und Adam Suchomer Jochen Hartmann, der es Sill gleichtat und den nächsten Überzahltreffer ebenfalls unter die Latte jagte. Denis Adebahr hatte kurz vor Drittelende noch eine sehenswerte Großchance, verfehlte mit seinem Schlagschuss allerdings das Tor. Gästegoalie Scholz machte mit seinem Old‑School‑Slide dennoch auf sich aufmerksam und zeigte sich dabei tief entschlossen.
Der Schlussabschnitt war geprägt von vielen Strafzeiten und verlor etwas an Spielfluss. Lynnden Pastachak eröffnete das Drittel in Überzahl mit einem Alleingang durch die Hosenträger des Gästekeepers zum 9:0. Das Zuspiel kam von Sonthofens Schlussmann Felix Ottenbreit sowie Pascal Kröber. SCF‑Stürmer Tobias Hoferer überwand anschließend allein gelassen vor dem Sonthofner Tor den jungen Ottenbreit zum 1:9. Doch die Schwarz‑Gelben antworteten umgehend und es wurde zweistellig: Lynnden Pastachak setzte die Vorlage von Kapitän Marc Sill über Adam Suchomer unter die Latte zum 10:1. Forst verkürzte später durch den vor dem Tor abermals allein gelassenen Matthias Müller auf 2:10. Die anschließende Unstimmigkeit zwischen Adam Suchomer und Simon Fend endete für beide mit einer 5+Spieldauer in der Kabine. Den Schlusspunkt setzte der ERC im Überzahlspiel mit spielerischer Klasse: Eine sauber herausgespielte Passstafette über Filip Krzak und Ondrej Havlicek vollendete Dan Przybyla zum 11:2‑Endstand.
Neben den vielen Toren gab es weitere positive Aspekte. Mehrere Spieler punkteten mehrfach, die Überzahl funktionierte hervorragend, und selbst in Unterzahl blieb der ERC gefährlich. Besonders erfreulich: Sonthofens Schlussmann Felix Ottenbreit belohnte sich an seinem Geburtstag mit einer tollen Leistung und einem Assist selbst. Am Ende stand ein hochverdienter Erfolg, der sportlich wie emotional ein klares Zeichen setzte und auf den Rängen für stehende Ovationen sorgte.
Foto: Bettina Brunner









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