Oberallgäuer ERC ist heiß auf Oberfrankens EHC
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Für Landesligist ERC Sonthofen und seine treuen Fans beginnt jetzt die schönste Eishockey-Zeit des Jahres: Am kommenden Freitag um 20 Uhr treffen die Schwarz-Gelben als Tabellenführer der Gruppe A im Achtelfinale auf den Achten der Parallelgruppe B, den EHC Bayreuth „die Tigers“. Zwei Siege reichen zum Weiterkommen.

Das erste Etappenziel hat der Oberallgäuer Traditionsverein bravourös gemeistert: Nach einem holprigen Saisonstart hat der ERC einen grandiosen Hauptrunden-Endspurt mit 19 Siegen in Serie hingelegt und sich völlig zurecht die Spitzenposition für die Playoffs gesichert. Das Team des Trainerduos Helmut Wahl und Vladimir Kames kann voller Stolz auf eine erfolgreiche Runde blicken, in der sich das Team um Kapitän Marc Sill kontinuierlich weiterentwickelt hat und aktuell vor Selbstvertrauen strotzt.
Die überragende Vorrunde hat zu einer komfortablen Ausgangslage mit Heimrecht in den Playoffs geführt – Vorsicht ist dennoch geboten, denn der Eishockey-Ernst des Lebens beginnt für die Mannschaft erst jetzt mit dem ersten Achtelfinal-Heimspiel am Freitag gegen Bayreuth. Und da diese Serie genau wie das Viertel- und Halbfinale als „Best of Three“ ausgetragen wird, reichen einer Mannschaft zwei Siege zum Weiterkommen.
Einen Ausrutscher können sich die Sonthofer daher nur schwerlich erlauben. Und weil der Gegner aus Bayreuth für den Klub von der Hindelanger Straße ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt ist, klettert das Spannungsbarometer im schwarz-gelben Lager noch weiter nach oben. Entsprechend werden die Coaches das Training in dieser Woche ausrichten: „Wir werden die Einheiten kürzer halten, dafür werden sie aber intensiver und dynamischer“, sagt Vladimir Kames.

Die erfahrenen Trainer wollen das Spiel mit dem Puck in der offensiven Zone verfeinern, Passwege trainieren und automatisieren, „und gleichzeitig im Defensivverhalten noch stärker daran arbeiten, nah am Gegenspieler zu sein“, erläutert Coach Kames. Positives gibt es von der Personalfront zu berichten, denn bis auf den Langzeitverletzten Roman Zwicker werden die Übungsleiter wohl auf einen vollen Kader zurückgreifen können.
Und Bayreuth? Der kommende Gegner des ERC ist am letzten Spieltag noch auf den achten Tabellenplatz der Parallelgruppe B abgerutscht. „Hier liegen uns wenig Infos vor“, sagt Kames. „Am Ende möchten wir uns aber auch auf unser Spiel konzentrieren und als Tabellenerster unseren Matchplan aufs Eis bringen. Das muss unser Anspruch sein, und das erwarten Helmut und ich auch von den Jungs.“
Spannend wird die Aufgabe gegen die „Tiger“ allemal, zumal in den Playoffs insbesondere den Special Teams, also dem Powerplay und Unterzahlspiel, und den Goalies eine gewichtige Rolle zuteilwird. Und in all diesen Auflistungen gehören die Sonthofer zum Besten, was die Landesliga zu bieten hat: Sie verfügen über mit das effizienteste Überzahlspiel, das Penalty Killing ist Ligaübergreifend sogar das Beste. Und mit Fabian Schütze und Calvin Stadelmann kann der ERC auf zwei herausragende Torhüter setzen.
Am Ende seien Statistiken aber auch nur Zahlen auf dem Papier, daher gibt Vladimir Kames die Marschroute vor. „Wir werden Vollgas geben und möchten unser ERC-Eishockey zeigen. Wir hoffen am Freitag auf ein volles und stimmungsvolles Eisstadion.“ Teil zwei der Achtelfinalserie steigt dann am Sonntag ab 19 Uhr in Bayreuth. Ein mögliches drittes und entscheidendes Match wird am 27. Februar wieder ab 20 Uhr in Sonthofen ausgetragen.
Fotos: Bettina Brunner








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