"Möchten den Fans unser bestes Eishockey zeigen"
- nicolasberthold
- vor 12 Minuten
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Tabellenführer ERC Sonthofen gegen den Dritten ERC Lechbruck – am Freitag möchten die Schwarz-Gelben ab 20 Uhr im Eisstadion an der Hindelanger Straße nicht nur ihre unglaubliche Serie auf 19 Siege ausbauen, vor allem wird es darum gehen, den Rückenwind eines weiteren Erfolgserlebnisses mit in die Playoffs zu nehmen.

Noch ein Match steht auf der Hauptrunden-Agenda, dann starten endlich die Playoffs! Wenn am Freitag der Oberallgäuer Traditionsverein gegen den ERC Lechbruck das Eis betritt, kann das Team um Kapitän Marc Sill voller Stolz auf eine Vorrunde blicken, die schlussendlich das Prädikat „überragend“ verdient.
Aktuell stehen die Sonthofer mit 65 Punkten auf Rang eins der Landesliga-Tabelle mit 19 Punkten (!) Abstand auf den Zweiten Wanderers Germering und den Dritten ERC Lechbruck. Seit Wochen steht bereits fest, dass der ERC als unangefochtener Tabellenführer in die Entscheidungsspiele starten wird. Von ihren bislang 26 Hauptrundenpartien haben sie 22 gewonnen, davon 18 in Serie.

Mit nur 63 Gegentoren in 26 Partien verfügt der ERC zudem über die statistisch beste Abwehr, und das sogar in beiden Landesliga-Staffeln – ein wichtiger Faktor ist das herausragende Torhüter-Duo Fabian Schütze und Calvin Stadelmann, die beide bereits drei Shutouts feierten. Das beste Powerplay und das beste Unterzahlspiel, dazu noch mit Dan Przybyla den Toptorjäger in ihren Reihen (27 Saisontreffer) – nach einem mehr als holprigen Saisonstart und zwei deftigen Pleiten mit insgesamt 17 Gegentreffern dürfen die Sonthofer Fans zurecht stolz auf das Team des Trainerduos Helmut Wahl und Vladimir Kames sein.
Bei allen Lorbeeren, die sich die Schwarz-Gelben in dieser Spielzeit bereits verdient haben, ist Vorsicht geboten: In den Playoffs geht es wieder bei null los. Zwar können die Sonthofer auf ihr Heimrecht setzen, was angesichts eines Schnitts von über 900 Zuschauern und einer makellosen Bilanz von 13 Siegen in 13 Heimspielen ein Faustpfand sein dürfte. Und doch ist der ERC gewarnt: Vom Achtel- bis Halbfinale reichen zwei Siege zum Weiterkommen, Ausrutscher sind daher tabu.

Das weiß auch Coach Vladimir Kames: „Wir werden die Woche hart daran arbeiten, die Spannung hochzuhalten und dem Team den letzten Feinschliff zu geben. Ziel ist es natürlich, Lechbruck wenig Räume zu geben, das Spiel aktiv zu gestalten und am Ende einen Sieg einzufahren.“
Zudem könnte sich die Verletztenliste im Laufe der Woche lichten, wie Vladimir Kames berichtet: „Ondrej Havlicek, Filip Krzak und Marc Hindelang trainieren mit. Ob sie am Freitag einsatzfähig sein werden, entscheiden wir kurz vorher, gehen aber auch kein Risiko ein. Das gilt auch für einen möglichen Einsatz von Nicolas Neuber, der in den vergangenen Tagen voll trainiert hat und dem natürlich etwas Spielpraxis vor dem Start in die Playoffs guttun würde.“

In jedem Fall ist die Vorfreude auf die Playoffs im Team und gesamten Umfeld spürbar. „Darauf trainieren und arbeiten wir monatelang hin. Die Playoffs sind für uns alle jedes Mal aufs Neue etwas ganz Besonderes. Wir hoffen, dass unsere Verletzten zurückkommen und dass wir das Achtelfinale fokussiert und zielgerichtet angehen. Und dann möchten wir den Fans unser bestes Eishockey zeigen.“
Die Schwarz-Gelben starten ab dem 20. Februar mit einem Heimspiel ins Achtelfinale der Playoffs gegen den Achten der Parallelgruppe B. Es könnte möglicherweise zu einem Wiedersehen mit dem ESV Waldkirchen kommen, auf den die Sonthofer vor zwei Jahren ebenfalls im Achtelfinale trafen. Damals setzte sich der ERC deutlich in zwei Partien mit 13:2 und 12:2 durch.
Fotos: Bettina Brunner








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