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Halbfinale oder Showdown am Sonntag?

  • vor 16 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Das erste Viertelfinale hat der ERC Sonthofen locker gewonnen. Das 11:2 gegen über weite Strecken überforderte Trostberg Chiefs war ein Sahneauftritt, insbesondere das erste Drittel herausragend. So deutlich der Erfolg am Ende auch war – Vorsicht ist im zweiten Viertelfinalmatch dennoch geboten. Weil die Eisstadion in Trostberg geschlossen ist, findet das Spiel am Freitag ab 20 Uhr in der Eishalle Dorfen statt. Was der ERC jetzt tun muss, um das Halbfinalticket zu lösen. Was der ERC jetzt tun muss, um das Halbfinalticket zu lösen.


Trostberg im Viertelfinale? Auf den Tag genau vor einem Jahr trafen die Sonthofer schon einmal auf die Mannschaft aus dem oberbayerischen Landkreis Traunstein. Damals setzte sich der ERC zwar in zwei Spielen durch, Trostberg aber präsentierte sich insbesondere im ersten Viertelfinalmatch im Eisstadion an der Hindelanger Straße lange Zeit als unangenehmer Gegner auf Augenhöhe. Der 3:1-Sieg des ERC vor rund 1.300 Zuschauern war ein umkämpfter, wenngleich am Ende verdienter Erfolg.


Vor dem Auftaktduell mit den Chiefs waren die Mannen um Kapitän Marc Sill also gewarnt, zumal die Trostberger die Hauptrunde in der Landesliga-Parallelgruppe auf einem guten vierten Platz abgeschlossen hatten. Die Schwarz-Gelben aber waren von ihrem Trainerduo Helmut Wahl und Vladimir Kames perfekt eingestellt: Nach sechs Minuten hatten die Hausherren den Abwehrverbund der Gäste reihenweise schwindelig gespielt. 4:0 stand es da für den ERC, sodass sich Gästetrainer Philipp Seifert gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen und den Torhüter zu wechseln.


„Wir wussten, dass die Trostberger am Freitag noch ein schweres Spiel hatten und vermutlich ein paar Körner gelassen haben“, sagt Helmut Wahl und zeigt sich von den Darbietungen seiner Truppe beeindruckt: „Und trotzdem kann ich mich nicht erinnern, wann eine von mir trainierte Mannschaft so ein starkes Drittel hingezaubert hat.“ Vladimir Kames ergänzt: „Das war in der Tat der beste Spielabschnitt seit Jahren. Wir sind als eine Einheit und mit dem unbedingten Siegeswillen aufgetreten.“


Und so verpuffte ziemlich rasch auch der Schachzug der Gäste, mit dem Goalietausch das Team wachzurütteln: Nur eine Minute nach dem Timeout erhöhte Ondrej Havlicek auf 5:0, und noch drei weitere Treffer des ERC-Express sollten bis zur Pause folgen. Zu hungrig, dominant und spielfreudig präsentierte sich der ERC-Express an diesem Abend. Sehr zum Wohlgefallen der über 1.200 Zuschauer, die die Machtdemonstration kurz vor der ersten Sirene mit stehenden Ovationen honorierten. „Diese Kulisse hat die Jungs absolut beflügelt. Vor so vielen Zuschauern in der Landesliga spielen zu dürfen, ist Gänsehaut pur“, sagt Helmut Wahl. „Diese Momente mit unseren Fans zu erleben, ist einmalig.“


Im weiteren Spielverlauf nahmen die Sonthofer den Fuß vom Gaspedal und spazierten zum 11:2-Heimsieg. So deutlich der Erfolg auch ausfiel, Vorsicht ist vor dem zweiten Duell am Freitag allemal geboten. In den Playoffs zählen bekanntlich nur Siege – ganz gleich, ob sie deutlich ausfallen oder erst in der Overtime errungen werden. 


„Es wäre absolut fahrlässig, jetzt schon vom Halbfinale zu reden. Wir müssen uns auch am Freitag auf unseren Matchplan fokussieren und von Wechsel zu Wechsel zu spielen“, gibt Helmut Wahl die Marschroute vor. „Der Sieg von Sonntag bleibt nur ein Sieg“, ergänzt Vladimir Kames. „Wir benötigen in dieser Serie zwei und müssen alles dafür tun, vor allem aber nicht davon ausgehen, dass alles von alleine klappt und wir locker viele Tore schießen.“


Am Freitag geht es für den ERC und Trostberg wieder bei null los. Die Chiefs stehen wie ein angeschlagener Boxer mit dem Rücken zur Wand und werden alles in die Waagschale werfen, um ein dann entscheidendes, drittes Duell zu erzwingen. „Für die Jungs wird es darauf ankommen, genauso konzentriert ans Werk zu gehen und die Partie positiv zu gestalten“, erklärt Coach Wahl. „Ich bin mir sicher, dass wir das auch tun werden.“


Da das Eisstadion in Trostberg bereits geschlossen ist, findet die Partie am Freitag ab 20 Uhr in der Eishalle Dorfen statt. Ein drittes Match würde am Sonntag wieder in Sonthofen ausgetragen (18 Uhr).


Fotos: Bettina Brunner

 
 
 

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