top of page

ERC legt im ersten Achtelfinale gegen Bayreuth vor

  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Der ERC Sonthofen hat das erste Spiel der Best-of-Three-Achtelfinalserie gegen den EHC Bayreuth mit einem klaren 4:0-Erfolg eröffnet. Vor 1200 Zuschauern überzeugten die Gastgeber mit einer spielerisch reifen Vorstellung, ließen jedoch über weite Strecken eine Vielzahl bester Möglichkeiten ungenutzt. Während Sonthofen offensiv dominierte, hielt Bayreuths Torhüter Sebastian Dünkel sein Team lange im Spiel – ehe Calvin Stadelmann auf der Gegenseite mit einem fehlerfreien Auftritt und einem verdienten Shutout den Grundstein für einen souveränen Abend legte.


Die Schwarz-Gelben waren von Beginn an tonangebend, kombinierten sich druckvoll in die Offensive und kreierten früh Chancen, die jedoch entweder knapp am Tor vorbeigingen oder am glänzend aufgelegten Dünkel endeten. Stadelmann musste nur selten eingreifen, war dann aber sofort zur Stelle, etwa bei einem gefährlichen Alleingang der Gäste. Sonthofen blieb geduldig, auch wenn Lynnden Pastachak und Dan Przybyla beste Möglichkeiten liegen ließen. Kurz vor dem Drittelende wurde ERC-Verteidiger Pascal Kröber an der Bande hart angegangen und zu Boden gebracht. Er musste das Eis zunächst verlassen, konnte jedoch im weiteren Spielverlauf zurückkehren. Erst in den letzten Sekunden des Abschnitts gelang den Hausherren die hochverdiente Führung: Ondrej Havlicek hob die Scheibe nach Zuspiel von Przybyla und Filip Krzak mit viel Gefühl per Rückhand über Dünkel hinweg zum 1:0-Zwischenstand (19:51).


Der ERC erwischte auch zum Mittelabschnitt einen Traumstart: Nicolas Neuber fand Przybyla mit einem präzisen Zuspiel, der flach zum 2:0 vollendete (20:34). Nur wenig später erhöhte Havlicek nach einem aggressiven Forecheck und einem platzierten Schuss ins Kreuzeck auf 3:0 (22:47). Die Partie wurde anschließend zunehmend ruppiger, die Zweikämpfe härter, und in einer doppelten Unterzahl mussten die Oberallgäuer Schwerstarbeit verrichten. Nach einer Auseinandersetzung kassierten Sonthofens Kröber und Bayreuths Payton McDonald-Corea Spieldauerstrafen. Trotz der Unterbrechungen blieb Sonthofen das klar bessere Team, scheiterte aber mehrfach an Dünkel.


Auch im Schlussdrittel änderte sich am Kräfteverhältnis nichts. Ottenbreit, Pastachak und Przybyla tauchten gefährlich vor dem Tor auf, doch der vierte Treffer wollte zunächst nicht fallen. Josef Slavicek vergab erst frei vor Dünkel, ehe er nach einem feinen Zuspiel von Robin Berger und Marc Sill mit der Rückhand zum 4:0 traf (52:58). Havlicek setzte später noch einen Schuss an den Außenpfosten. Bayreuth kam nur sporadisch zu Entlastungsangriffen, die Stadelmann souverän entschärfte. Der ERC spielte die Partie konzentriert zu Ende, überstand eine weitere Unterzahl und sicherte seinem Goalie den verdienten Shutout.


Trainer Helmut Wahl zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, betonte aber auch Lernpotenzial: „Wir waren anfangs etwas nervös und in manchen Aktionen zu hektisch. Eigentlich hätten wir schon im ersten Drittel höher führen können, aber Bayreuths Goalie war überragend. Insgesamt haben wir die einfachen Dinge gut gemacht und geduldig gespielt. Die Jungs haben die Ansprache in der Pause umgesetzt und im zweiten Drittel stark nachgelegt. Unsere Unterzahl war heute ein Schlüssel, besonders die 5-gegen-3-Situation. Es war ein Auftakt nach Maß in diese Best-of-Three-Serie. Am Sonntag müssen wir wieder Vollgas geben – wir fahren nach Bayreuth, um den Sack zuzumachen. Der Support unserer Fans war heute einfach großartig.“


Foto: Bettina Brunner



 
 
 

Kommentare


bottom of page