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"Eine unglaubliche Entwicklung hingelegt"

  • nicolasberthold
  • 21. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

7:0 beim Vorletzten EV Fürstenfeldbruck, 5:0 gegen das Schlusslicht EV Ravensburg – mit der perfekten Ausbeute von sechs Punkten und zwei zu-Null-Siegen hat Tabellenführer ERC Sonthofen das vergangene Wochenende abgeschlossen. Entsprechend zufrieden zeigt sich Vladimir Kames im Interview, und der Trainer wagt einen Ausblick auf die Playoffs.


Nach den beiden klaren Erfolgen müssten Helmut Wahl und du als Coaches nicht viel zu bemängeln haben, oder?

Vladimir Kames: Das stimmt. Wir haben zweimal kein Gegentor kassiert und in beiden Matchs herausragende Torhüterleistungen gesehen. Natürlich sind uns auch ein paar Dinge aufgefallen, an denen wir im Hinblick auf die Playoffs noch arbeiten müssen, aber das sind eher Kleinigkeiten, beispielsweise noch konzentrierter zu Werke gehen, denn in den Playoffs wird jede noch so kleine Unachtsamkeit direkt bestraft.


Wie bewertest du die Entwicklung des Teams von Saisonbeginn bis jetzt?

Vladimir Kames: Die Jungs haben eine unglaubliche Entwicklung hingelegt. Sie haben gemerkt, dass der Erfolg nicht von alleine kommt, sondern immer das Ergebnis vollen Einsatzes und einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist. Wir haben viel mit den Spielern gesprochen, und sie setzen jetzt auch die Kleinigkeiten um, die wir ihnen im Training mitgeben. Diese Basics wurden in den ersten Spielen nicht umgesetzt – jetzt schon, und das tolle Ergebnis zeigt sich am Tabellenstand. Und andererseits ist es Helmut und mir sehr wichtig, dass die Jungs Verantwortung übernehmen, selber auch Entscheidungen im Spiel treffen und kreativ und mutig sind.


In den ersten Partien hagelte es deftige Pleiten. Jetzt gewinnt ihr die Spiele, kassiert wenige bis keine Gegentore und seid offensiv stark. Warum läuft es derzeit so gut?

Vladimir Kames: Es sind die bereits angesprochenen Kleinigkeiten, und es ist auch eine Frage der Mentalität und der Einstellung. Wir sind mit viel Selbstvertrauen in die Saison gestartet und dachten vielleicht, dass es einfach wird. Dann kamen die herben Niederlagen, die uns – zu diesem frühen Zeitpunkt der Spielzeit – sicherlich gutgetan haben. Es hat dann ein paar Spiele gebraucht, bis wir das Team wieder aufgerichtet haben. Nach vielen intensiven Gesprächen und Trainingseinheiten haben sich alle Jungs weiterentwickelt, neue Rollen und Verantwortlichkeiten übernommen, stellen sich komplett in den Dienst der Mannschaft und geben 100 Prozent für den ERC Sonthofen. Irgendwann haben wir begonnen, die engen Matches zu gewinnen – und dann kamen Selbstvertrauen und Leichtigkeit zurück in unser Spiel.


Fünf Partien stehen in der Hauptrunde noch aus. Seid ihr bereit für die Playoffs?

Vladimir Kames: Wir stehen in der Tabelle sehr gut da, sind defensiv stabil und schießen Tore – wir sind aktuell auf einem guten Weg, gar keine Frage. An den Kleinigkeiten, an dem letzten Punch müssen wir noch feilen, aber die Mentalität der Truppe gefällt Helmut und mir. In den Playoffs müssen wir noch konzentrierter sein, das werden komplett andere Spiele und wir fangen wieder bei null an. Aber genau an diesen Details werden wir im Training noch intensiver arbeiten.


Am Freitag spielt ihr erneut gegen Fürstenfeldbruck. Was für ein Spiel erwartest du?

Vladimir Kames: Auch wenn wir bei denen 7:0 gewonnen haben, war es ein unangenehmes Spiel. Am Freitag werden sie erneut Gas geben, vermutlich mit drei Spielern forechecken und eng an uns dran sein. Solange sie das Match offen gestalten können, werden sie bissig sein. Entscheidend für uns wird sein, dass wir sofort Vollgas gehen und möglichst früh Tore schießen, um ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wenn wir das umsetzen, holen wir die nächsten drei Punkte. 


In zwei Saisonspielen hast du auf dem Eis ausgeholfen und dabei sagenhafte sechs Punkte erzielt. Werden die Fans dich in dieser Saison nochmals im Trikot sehen können?

Vladimir Kames: Diese Frage kann ich jetzt noch nicht beantworten. Sollte die Mannschaft meine Unterstützung benötigen, machen wir uns als Trainer Gedanken (lacht).


Fotos: Bettina Brunner

 
 
 

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