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Eindrucksvoller Endspurt: ERC gewinnt 6:1 in Forst

  • nicolasberthold
  • 29. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Was für ein Jahresfinale des ERC: Nach holprigem Saisonstart mit zwei deftigen Pleiten zündet der Oberallgäuer Traditionsverein ab Ende November den Turbo, landet neun Siege in Serie und stürmt aus den unteren Tabellenregionen der Landesliga auf Platz eins. Auch der SC Forst konnte die Sonthofer am Sonntag zum Ausklang dieses Jahres nicht aufhalten. Am Ende gewinnt der ERC mit 6:1 bei den „Nature Boyz“. Dan Przybyla, Lynnden Pastachak und Ondrej Havlicek trugen sich jeweils doppelt in die Torschützenliste ein.


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Bereits nach dem ersten Drittel hatten die Gäste aus dem Oberallgäu kurzen Prozess gemacht: Zu diesem Zeitpunkt prangte ein deutliches 4:0 für den ERC auf der Anzeigentafel. Dan Przybyla in der 7. Minute (Assists: Ondrej Havlicek, Pascal Kröber), Lynnden Pastachak in der 11. Minute (Assists: Nicolas Neuber, Adam Suchomer), Dan Przybyla in der 12. Minute (Assists: Ondrej Havlicek, Filip Krzak) und Ondrej Havlicek in der 18. Minute (Assists: Filip Krzak, Dan Przybyla) ließen den 76 anwesenden Zuschauern in der flatbury Arena in Peißenberg keinen Zweifel, dass die Sonthofer das Jahr eindrucksvoll beenden wollten.


Der Mittelabschnitt verlief nicht so ganz nach dem Geschmack des ERC-Trainerduos, den Vier-Tore-Vorsprung aber hielten die Gäste bis zur zweiten Pause dennoch: Lynnden Pastachak erzielte in der 27. Minute auf Vorlage von Dustin Ottenbreit und Aaron Grillinger das 5:0, nur sieben Sekunden später nutzte Forst Unachtsamkeiten der Schwarz-Gelben zum 5:1 durch Bastian Grundner. Die Geschichte des Schlussdrittels ist schnell erzählt: Der ERC verwaltete den Vorsprung und ließ auch dank eines überragenden Calvin Stadelmanns zwischen den Pfosten keinen weiteren Gegentreffer zu. Ondrej Havlicek blieb es dann in der 59. Minute vorbehalten, das letzte Tor des Abends zu erzielen (Assists: Josef Slavicek, Denis Adebahr).


Wer die Auftritte der Schwarz-Gelben in den vergangenen Wochen und nun den am Sonntagabend in Forst verfolgte, dürfte sich unweigerlich die Frage stellen: Ist das tatsächlich dasselbe Team, das sich nach den ersten acht Spieltagen vier Niederlagen eingehandelt hatte, darunter zwei heftige Klatschen (2:8 in Germering, 2:9 in Pfronten)? Als sich die Oberallgäuer Mitte November im unteren Drittel des Landesliga-Tableaus wiederfanden, hatten nicht wenige Fans der Schwarz-Gelben bereits in den Krisenmodus geschaltet.


Dass sich die Jungs von Kapitän Marc Sill seit Ende November als Einheit auf dem Eis präsentieren, mit der nötigen Einstellung und dem unbändigen Willen in die Partien gehen, das Eis als Sieger zu verlassen, ist vor allem auch ein Verdienst des erfahrenen Trainerduos Helmut Wahl und Vladimir Kames. Die beiden Übungsleiter lenken seit einigen Jahren als kongeniales Duo an der Bande die sportlichen Geschicke der ersten Mannschaft mit Weitsicht und Fingerspitzengefühl. Als es zu Saisonbeginn so gar nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen und Fans lief, stellten die Coaches das Training um und führten viele Gespräche mit den Spielern.


Das Team belohnte sich Ende November mit einem überzeugenden 6:3-Heimsieg und zeigte insbesondere im ersten Abschnitt berauschendes Eishockey à la ERC. Kollektives Aufatmen in der Kreisstadt: Sie können es ja doch noch! Die Partie gegen die Münchner Vorstädter markiert den Wendepunkt: Selbstverständnis und Selbstbewusstsein kehrten zurück in die Mannschaftskabine des Eisstadions an der Hindelanger Straße. Seither folgten neun Erfolge in Serie, darunter drei Siege bei den Spitzenteams Germering und Lechbruck sowie ein überzeugender Derbysieg gegen Pfronten vor über 1.400 Zuschauern. Der verdiente Lohn: Der ERC grüßt mit 39 Zählern von Platz eins und hat sogar fünf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Lechbruck.


Zum Jahreswechsel könnte die Stimmung an der Hindelanger Straße also nicht viel besser sein. Ein Faustpfand für die Sonthofer dürfte auch das Restprogramm sein: In den verbleibenden zehn Hauptrundenpartien tritt der ERC sieben Mal auf heimischem Eis an, was angesichts der Heimstärke (sieben Spiele, sieben Siege) als großer Vorteil zu werten ist.


Weiter geht es für die Sonthofer im nächsten Jahr: Am 2. Januar kommt es zum in der Hauptrunde letzten Duell mit den Pfronten Falcons. Erstes Bully in Pfronten ist um 20 Uhr. Am Sonntag folgt dann ab 18 Uhr ein Heimspiel gegen den SC Reichersbeuern.


Foto: Bettina Brunner

 
 
 

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