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Denker und Lenker Havlicek bleibt in Sonthofen | mit Kurzinterview

Der ERC Sonthofen hat sich mit Ondrej Havlicek einen der besten Stürmer der Landesliga für ein weiteres Jahr gesichert. Offiziell stehen damit drei Torhüter und sieben Spieler im Kader der Oberallgäuer.


Vor seinem Wechsel nach Sonthofen hatte der talentierte Tscheche im Jahr 2019 für den französischen Erstligisten Straßburg beeindruckende 42 Punkte in 46 Spielen erzielt und sich so zum Topscorer der Mannschaft entwickelt. Trotz seines Erfolgs entschied sich Havlicek, die Elsässer zu verlassen und sich dem Engagement in Sonthofen zu widmen. Für die damaligen Bulls war er dann mit 64 Punkten in 43 Spielen ebenfalls ein verlässlicher Punktelieferant.


Der 32-Jährige blieb nach dem Aus der Bulls im Februar 2020 in Sonthofen und stieg mit dem Verein ein Jahr später in die Landesliga auf. Im Aufstiegsjahr steuerte Havlicek in nur 19 Spielen unglaubliche 29 Tore und 55 Vorlagen bei. Der gebürtige Varnsdorfer (Tschechei) zählte auch in der vergangenen Landesligasaison mit 21 Toren und beeindruckenden 51 Vorlagen zu den herausragenden Akteuren der Liga. Für Sonthofen ist er also nach wie vor ein Glücksfall. Mit seiner überragenden Übersicht und seinem brillanten Spielverständnis wird er auch in der kommenden Saison maßgeblich zum Erfolg der Schwarz-Gelben beitragen.


Das ERC-Onlineteam im Interview mit Ondrej Havlicek:


Servus Ondrej. Wir freuen uns auf eine weitere Saison mit dir. Mit welchem Alter hast du das Eishockeyspielen angefangen?


Hallo, vielen Dank für das Interview. Ich stand schon im Alter von drei Jahren das erste Mal auf dem Eis. Ich wusste also schon sehr früh, dass Eishockey mein Lieblingssport ist (Ondrej lächelt).


Jeder Eishockeyspieler hat ein Vorbild. Dein Vorbild ist?


Mein Vorbild war schon immer Jaromír Jágr. Er war und ist für mich der beste tschechische Eishockeyspieler, der jemals in der NHL gespielt hat.


Du hast 2018 zum ersten Mal dein Heimatland verlassen und in Straßburg Frankreich angeheuert. Wie kam es dazu?

Ich wollte damals etwas Neues ausprobieren und von Straßburg habe ich dann das beste Angebot erhalten. Eishockey ist in Frankreich nicht so populär wie in Deutschland. Viele sind der Meinung, dass dort einfaches Eishockey gespielt wird. Das sehe ich nicht so. In der ersten französischen Liga dürfen bis zu zehn Ausländer pro Team spielen. Deshalb gibt es dort sehr viel Qualität. Straßburg war für mich eine tolle Erfahrung.


Ein Jahr später ging es für dich nach Sonthofen. Wie war dein erster Eindruck von der Stadt und von unserer ehrwürdigen Eissporthalle?


Der erste Eindruck war sehr gut. Ich mag die Natur und die Berge hier. Im Gegensatz zu Straßburg ist Sonthofen natürlich eine kleine Stadt, das gefällt mir. Auch die Eishalle finde ich gut. Das Einzige, was ich an ihr bemängeln muss, ist die Eiseskälte im Winter. Sonst ist hier alles perfekt für mich.


Du gehst mit dem ERC in die fünfte Saison. Augenscheinlich fühlst du dich bei uns wohl. Was machen das Umfeld und unseren Verein aus?


Seit dem Ende der Oberliga hat sich der Verein verändert. Er funktioniert jetzt wie eine große Familie, was mir persönlich am besten gefällt. Die Leute, die für den Club arbeiten, sind großartig. Ich möchte mich hiermit bei allen für ihre tolle Arbeit und dafür bedanken, dass sie ihre Freizeit opfern, um den Eishockeysport hier in Sonthofen zu ermöglichen.


In der vergangenen Saison sind wir als Aufsteiger bis ins Halbfinale gekommen. Deine Einschätzung dazu?


Die vergangene Saison war richtig gut. Im Halbfinale hat uns meiner Meinung nach auch etwas das Glück gefehlt. Die Dingolfinger waren allerdings auch sehr starke Gegner. Schlussendlich sind sie verdient weitergekommen.


Welche Ziele hast du für die kommende Saison?


Ich möchte mit den Jungs wieder in die Playoffs kommen, dann sehen wir weiter…


Du zählst mit insgesamt 72 Punkten aus der letztjährigen Saison weiterhin zu den Großen der Liga, welche Tipps kannst du unseren Nachwuchsspielern geben, die es dir mal gleichtun wollen?


Das ist ganz einfach. Die Kinder müssen das Spiel lieben und einfach nur Spaß haben. Ab 13 Jahren kommt dann aber ein bisschen mehr Druck von den Trainern (Ondrej schmunzelt), der gehört aber dazu. Wer das Spiel liebt, wird Erfolg haben.


Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage: Wem von der letztjährigen Mannschaft würdest du gern mal ein Einzeltraining verpassen und warum?


Ganz klar dem Matyas Stransky. Er braucht ein gutes Schusstraining, weil er sonst auch in Zukunft das Tor nicht trifft (Ondrej lacht).


Vielen Dank für das kleine Interview Ondrej. Super, dass wir weiterhin auf dich zählen können. Deine Worte zum Schluss?


Ich freue mich auf die neue Saison. Ich wünsche mir, dass wieder viele Zuschauer zu unseren Heimspielen kommen und für eine ge*le Stimmung sorgen. Das ist wichtig für den Erfolg der Mannschaft. Vielen Dank für eure Mühen und viel Spaß in der neuen Saison. Wir sind Sonthof!


Foto: Ottenbreit / Brunner






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