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Aus und vorbei! ERC verliert mit 3:7 in Haßfurt

  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Die Saison ist für den ERC Sonthofen beendet. Die Schwarz-Gelben des Trainerduos Helmut Wahl und Vladimir Kames haben auch das zweite Halbfinalduell mit den Hawks in Haßfurt mit 3:7 (0:1, 1:3, 2:3) verloren. Bereits am Freitag waren die Sonthofer mit 2:3 nach Verlängerung unterlegen, obwohl sie eine Minute vor Schluss mit 2:0 geführt hatten.


Entscheidungsspiel drei oder Sommerpause: Für die Sonthofer, die das erste Halbfinalmatch am Freitag gegen die Hawks auf dramatische Weise mit 2:3 nach Verlängerung verloren, ging es am Sonntagabend in Unterfranken um alles. Mit aller Macht wollten die Mannen um Kapitän Marc Sill die Niederlage ausradieren und ein drittes und damit entscheidendes Duell drei in Sonthofen am kommenden Freitag erzwingen. Eine Hiobsbotschaft ereilte die Gäste bereits beim Warmmachen: Ondrej Havlicek musste das Training verletzungsbedingt abbrechen und stand nicht im Line-up.


Für die Schwarz-Gelben stand vor 900 Zuschauern in Unterfranken mächtig viel auf dem Spiel. Ziel der Schwarz-Gelben war es, früh offensive Ausrufezeichen zu setzen. Nach sechs Minuten ergab sich in Überzahl die Möglichkeit, eine Duftmarke in Form eines Tores zu setzen. Allerdings konnte Haßfurts Goalie Maximilian Schmidt die Angriffsversuche des ERC unterbinden. Nur 17 Sekunden nach Ablauf der Strafzeit netzte Adam Zizka zum 1:0 ein. Ein Zufallstreffer in den Giebel, bei dem ERC-Keeper Calvin Stadelmann die Sicht versperrt war. Ein früher Wirkungstreffer, den eigentlich die Sonthofer setzen wollten, um Druck auf die Hawks auszuüben.


Für die Gäste wurde es wenig später brenzlig: Als erst Robin Berger auf der Strafbank schmorte und kurz danach auch Aaron Grillinger wegen Beinstellens zwei Minuten verbüßte, waren es die Haßfurter, die bei 5-zu-3-Überzahl die große Chance auf das zweite Tor hatten – die Sonthofer aber verteidigten ihren Kasten leidenschaftlich und verhinderten ein weiteres Tor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der ersten Drittelpause.


Für den Mittelabschnitt konnte die Devise für die Oberallgäuer nur lauten: einfaches Eishockey spielen und die Scheibe aufs gegnerische Tor bringen. Nach zwei Minuten hatte Lynnden Pastachak die Marschroute verinnerlicht und mit einem strammen Schuss den Ausgleich für die Gäste markiert (Assists: Clemens Löhr, Adam Suchomer). Damit hatte der Kanadier in Diensten der Sonthofer zu diesem Zeitpunkt alle drei Treffer gegen die Hawks erzielt, zeichnete er sich doch bereits am Freitag für beide ERC-Tore verantwortlich. Allerdings, so viel sei vorgenommen: Es sollte der einzige Torschuss für den ERC im Mittelabschnitt bleiben.


Und so kam es, wie es kommen musste: In der 34. Minute schlugen die Haßfurter zurück und gingen durch Michael Stach mit 2:1 in Führung. In den folgenden drei Minuten wurde es noch bitterer aus ERC-Sicht, als zunächst Michael Breyer auf 3:1 erhöhte und dann Michael Stach in der 38. Minute sogar das 4:1 schoss. Ein Nackenschlag für die Sonthofer, die binnen viereinhalb Minuten drei Gegentore kassierten.


Im Schlussabschnitt lief es keinen Deut besser für den ERC, dem nach dem 5:1 durch Filip Strombach (44. Minute) nicht nur die Zuversicht auf ein Wunder, sondern allmählich auch die Zeit davonlief. Allerdings konnten die Gäste nicht mehr die offensive Durchschlagskraft entwickeln, um den Abwehrverbunds der Hawks ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ganz im Gegenteil: Tomas Pribyl setzte in der 54. Minute – und das in eigener Unterzahl – das 6:1 drauf. Über Robin Bergers 6:2 nur 20 Sekunden danach (Assist: Dan Przybyla) und Marc Sills 6:3 in Überzahl (Assist: Lynnden Pastachak) konnte sich kaum mehr jemand in Reihen der Sonthofer freuen. Filip Strombach setzte im Gegenzug mit dem 7:3 in der 58. Minute den Schlusspunkt.


Wenig später war Schluss – und der Frust in schwarz und gelb groß. Nach der zweiten Niederlage gegen Haßfurt scheiden die Sonthofer zum vierten Mal in Folge im Halbfinale aus: 2025 verloren sie gegen die Wanderers Germering, 2024 zogen sie gegen Waldkraiburg den Kürzeren und 2023 gegen Dingolfing.


Foto: Bettina Brunner

 
 
 

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