7:4 gegen EVR: ERC-Express rollt weiter
- nicolasberthold
- 24. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Mit dem 7:4 (3:3, 3:0, 1:1)-Heimsieg gegen den Vorletzten EV Fürstenfeldbruck hat der ERC Sonthofen den Schlussspurt in der Hauptrunde der Eishockey-Landesliga eingeläutet. Der unangefochtene Tabellenführer baute am Freitagabend im heimischen Eisstadion an der Hindelanger Straße seine beeindruckende Siegesserie auf nunmehr 15 aus. Da die Konkurrenz aus Lechbruck und Germering parallel patzte, ist dem ERC Platz eins nach der Hauptrunde nahezu sicher.

Sie sind derzeit von niemanden zu stoppen: Die Schwarz-Gelben aus Sonthofen eilen in der Landesliga von Erfolg zu Erfolg und belegen nach 23 von insgesamt 27 absolvierten Hauptrundenpartien unangefochten den ersten Platz. Am Freitagabend gab es ein schnelles Wiedersehen mit dem EV Fürstenfeldbruck: Vor genau einer Woche siegte der ERC deutlich mit 7:0 beim Vorletzten – zwar erzielte der Klassenprimus erneut sieben Treffer gegen den EVR, einseitig war die Partie in der Kreisstadt dieses Mal aber nicht.
Was insbesondere an einem wilden Auftaktdrittel lag: Die rund 900 Zuschauer hatten gerade ihre Plätze eingenommen, da klingelte es bereits im Kasten von Sonthofens Keeper Fabian Schütze: Nach 45 Sekunden markierte Benedikt Pfeil die frühe Führung. Gegen bissige Gäste benötigten die Hausherren einige Minuten, um sich von dem Rückstand freizumachen. In der 12. Minute erspähte Pascal Kröber die Lücke und netzte auf Vorlage von Denis Adebahr und Clemens Löhr zum Ausgleich ein.

Fürstenfeldbruck präsentierte sich als der vom Trainerstab erwartet unangenehme Gegner, auch weil die Schwarz-Gelben im ersten Drittel unkonzentriert wirkten. Keine 40 Sekunden nach Kröbers Tor ging der EVR durch Dennis Tausend erneut in Führung. Und auch die Antwort des ERC ließ nicht lange auf sich warten: Toptorjäger Dan Przybyla gelang in der 14. Minute nicht nur das 2:2 (Assists: Filip Krzak, Ondrej Havlicek), dreieinhalb Minuten darauf sorgte der Wirbelwind sogar für die erstmalige Führung (Assist: Lynnden Pastachak). Und wieder dauerte es keine 40 Sekunden, bis die Gäste durch Philipp Pechlaner einen Treffer erzielten – 3:3 stand es nach einem ereignisreichen ersten Spielabschnitt.
In Absprache mit Keeper Fabian Schütze setzte das Trainerduo Helmut Wahl und Vladimir Kames im Mitteldrittel einen frischen Impuls, um die Truppe wachzurütteln: Goalie Calvin Stadelmann kam aufs Eis und löste Schütze ab, der an den drei Gegentoren machtlos war. Der Schachzug sollte sich gleich auszahlen: In der 22. Minute traf Lynnden Pastachak auf Vorlage von Robin Berger zum umjubelten 4:3, in der 27. Minute war es Kapitän Marc Sill, der auf 5:3 erhöhte (Assists: Lynnden Pastachak, Tobias Russler). Für kollektives Durchatmen im Eisstadion an der Hindelanger Straße sorgte dann Jochen Hartmanns 6:3 in der 36. Minute, als ihn Denis Adebahr und Lynnden Pastachak wunderbar in Szene setzten.

Fürstenfeldbruck aber wollte sich einfach nicht geschlagen geben: In der 44. Minute gelang Philipp Pechlaner sein zweiter Treffer an diesem Abend zum 4:6. Und vier Zeigerumdrehungen danach erlebten die 900 Zuschauer eine Premiere: Aaron Grillinger zimmerte die Scheibe in Überzahl und auf Vorlage von Marc Sill und Josef Slavicek zum 7:4 in die Maschen – der erste Saisontreffer für den 20-jährigen Verteidiger, gleichbedeutend mit dem Endstand und dem 15. Saisonsieg in Serie!
Da am Freitagabend parallel der Zweite Lechbruck (5:8 gegen Ottobrunn) und der Rangdritte Germering (6:9 gegen Ravensburg) Federn ließen, marschieren die Sonthofer mit 57 Punkten einsam an der Tabellenspitze. Und den Schwarz-Gelben ist Rang eins nach der Hauptrunde bei noch vier zu absolvierenden Spielen und zwölf zu vergebenen Punkten nahezu sicher. Selbst wenn Lechbruck sein Nachholspiel gewinnen sollte, hätte „Bruck“ 46 Zähler auf dem Konto und elf Punkte Rückstand auf die Sonthofer.
Weiter geht es für den ERC am kommenden Freitag mit dem letzten Auswärtsspiel in der Hauptrunde: Ab 20 Uhr kreuzt die Truppe aus dem Oberallgäu die Schläger mit dem SC Reichersbeuern.
Fotos: Bettina Brunner







