5:3 in Bayreuth: ERC zieht ins Viertelfinale ein
- vor 3 Tagen
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4:0 am Freitag in Sonthofen, 5:3 am Sonntag in Bayreuth: Der ERC hat im Achtelfinale – wenn auch glanzlos – kurzen Prozess gemacht, den EHC Bayreuth „die Tiger“ in zwei Partien geschlagen und damit den Einzug ins Viertelfinale eingetütet. Am kommenden Wochenende steigt dann die nächste Playoffrunde.

Nach dem souveränen 4:0-Sieg im Achtelfinal-Heimspiel war der ERC darauf aus, im wichtigen zweiten Achtelfinale in Bayreuth möglichst wenig anbrennen zu lassen und eine Runde weiter zu ziehen. Entsprechend engagiert präsentierten sich die Oberallgäuer in Oberfranken – zumindest in der Anfangsphase. Das Team des Trainerduos Helmut Wahl und Vladimir Kames übernahm die Spielkontrolle – und nach sieben Minuten führte der Favorit bereits mit 2:0.
In der dritten Minute hatte Dan Przybyla eine feine Kombination auf Vorlage von Ondrej Havlicek und Filip Krzak zum 1:0 vollendet: Der Toptorjäger stand am langen Pfosten goldrichtig und schob eiskalt zur Führung ein. In der siebten Minute war Bayreuths Goalie Sebastian Dünkel zum zweiten Mal bezwungen, als erst Adam Suchomer und dann Marc Sill mit all seiner Routine den richtigen Moment abpasste, Josef Slavicek bediente und der Tscheche zum 2:0 traf.
Mitte des Anfangsdrittels arbeiteten sich die Oberfranken erstmals vor den Kasten von Calvin Stadelmann und hatten ihren Anteil daran, dass die 474 Zuschauer von da an ein munteres Anfangsdrittel sahen. In der 10. Spielminute war dann auch Sonthofens Keeper in dieser Achtelfinalserie zum ersten Mal bezwungen: Mick Schwarz netzte zum 1:2 ein. Allerdings stellte nur 35 Sekunden später Ondrej Havlicek wieder den alten Zwei-Tore-Abstand her, als er eine feine Kombination über Dan Przybyla zum 3:1 abschloss.
Als dann Josef Slavicek in der 14. Minute in die Kühlbox wanderte, ließen aber auch die „Tiger“ nicht locker und verkürzten in Überzahl durch Jeremy Boulanger auf 2:3. Wenig später hatte Lynnden Pastachak per Alleingang die große Chance, scheiterte aber am EHC-Torwart. Der ERC führte – aber auch der EHC hatte mächtig Gefallen gefunden an diesem Playoff-Heimspiel.
Ähnlich wie im ersten Drittel waren es erneut die Oberallgäuer, die den Mittelabschnitt mit guten Einschussmöglichkeiten eröffneten. So scheiterte beispielsweise Josef Slavicek freistehend vor Sebastian Dünkel. Bayreuth witterte seine Chance – und in diese Phase traf Ondrej Havlicek in der 25. Minute mit einem platzierten Schuss in die untere rechte Ecke zum 4:2 (Assists: Jochen Hartmann, Dan Przybyla).
Mit fortlaufender Spielzeit fand der ERC zur Dominanz zurück, die ihn in der Anfangsphase ausgezeichnet hatte. Die Spielstärke der Sonthofer blitzte in der 29. Minute abermals auf: Clemens Löhr vollendete einen Angriff mit einem Schuss unter die Latte sehenswert zum 5:2 (Assists: Dustin Ottenbreit, Aaron Grillinger). Dieser Treffer beruhigte die Partie merklich – sehr zur Zufriedenheit der Gäste, die ihre technische Überlegenheit immer wieder unter Beweis stellten und ihre Gegenspieler ins Laufen brachten. Die Folge: Bayreuth hechelte den flinkeren Sonthofern in vielen Situationen hinterher und der ERC ging mit einer deutlichen 5:2-Führung in die zweite Drittelpause.
Im Schlussdrittel plätscherte die Partie zunächst dahin – bis Andreas Geigenmüller die fast 500 Zuschauer in der 47. Minute mit einem satten Schlagschuss wachrüttelte und es nur noch 3:5 stand. Sollte der Favorit aus dem Oberallgäu doch noch ins Wanken geraten? Dustin Ottenbreit hätte die Nerven aller Sonthofer beruhigen können, in der 48. Minute scheiterte aber er freistehend vor Sebastian Dünkel, ähnlich wie Marc Sill wenig später. Bayreuth hatte Blut geleckt und feuerte aus allen Positionen und Rohren, und Calvin Stadelmann bekam gleich mehrfach die Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen.
Auch wenn die Gastgeber noch einmal alles in die Waagschale warf, ernsthaft in Bedrängnis sollte der ERC in der Schlussphase nicht mehr kommen. Die Uhr tickte zugunsten der Sonthofer runter, die sich über zweiten Sieg und damit den Einzug ins Viertelfinale freuen durften. Glückwunsch an die Jungs!!
Weiter geht es für den ERC am kommenden Wochenende. Da noch nicht alle Achtelfinalpartien entschieden sind, steht der nächste Gegner zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Foto: Bettina Brunner



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