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1100 Fans feiern Kames-Comeback und 3:0-Heimsieg

  • nicolasberthold
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Für Eishockey-Landesligist ERC Sonthofen geht die Siegesserie auch im neuen Jahr weiter: Ihr Heimspiel gegen den SC Reichersbeuern gewinnen die Schwarz-Gelben verdient mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) und fahren damit ihren nunmehr elften Erfolg in Serie ein. Fast 1.100 Fans im Eisstadion an der Hindelanger Straße feiern den Spitzenreiter und das Blitz-Comeback von Vladimir Kames, der die dezimierte ERC-Abwehr unterstützt und sein Team mit zwei Toren zum Sieg führt.


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Mit dem Rückenwind des 4:2-Derbysiegs in Pfronten gingen die Sonthofer selbstbewusst ins Heimspiel am Sonntag gegen den SC Reichersbeuern. Allerdings war der Prestigeerfolg am Freitag im Ostallgäu aufgrund der schweren Verletzungen von Roman Zwicker und Nicolas Neuber teuer erkauft. Zudem musste das Team aus dem Oberallgäu die kniffelige Aufgabe ohne die gesperrten Dan Przybyla und Robin Berger antreten. Dafür aber rückte wieder Kapitän Marc Sill in den Kader und auch Spielertrainer Vladimir Kames schnürte zum ersten Mal in dieser Spielzeit aushilfsweise die Schlittschuhe.


Der ERC startete druckvoll in diese Partie gegen den Vierten. Nach anderthalb Minuten war es Lynnden Pastachak, der eine schöne Direktabnahme knapp am Gehäuse von SCR-Goalie Kilian Haltmair vorbeisetzte – ein erstes Ausrufezeichen des Tabellenführers, der in der Folge versuchte, mit schnellen Vorstößen Druck auf die Abwehr der Gäste auszuüben. Die Spielkontrolle zahlte sich nur wenig später aus: Nach sieben Minuten vollendete „Rückkehrer“ Vladimir Kames eine feine Passstafette über Ondrej Havlicek und Filip Krzak zum 1:0! Was für ein Einstand für den Spielertrainer, der mit seinem ersten Schuss im ersten Meisterschaftsspiel gleich seinen ersten Treffer erzielte.


Und Reichersbeuern? Die Gäste versuchten, der spielerischen Überlegenheit der Sonthofer mit der für sie typischen körperlichen Robustheit entgegenzutreten. Und nicht nur das: Der SCR kombinierte sich ein ums andere Mal vor den Kasten von Fabian Schütze, der sich mit herausragenden Paraden auszeichnen durfte. Der Ausgleich wäre Mitte des ersten Drittels nicht unverdient gewesen. Ab der 15. Minute aber erkämpften sich die Gastgeber die Spielhoheit zurück und hatten ihrerseits durch Marc Sill und dem erneut spielfreudigen Ondrej Havlicek mehrere gute Einschussmöglichkeiten. In der 20. Minute sollte dann endlich das 2:0 fallen: Auf Zuspiel von Ondrej Havlicek und Vladimir Kames markierte Josef Slavicek in Überzahl das zweite Tor an diesem Abend.


Der Mittelabschnitt begann erneut mit einem Powerplay für die Hausherren. Die größte Chance aber verbuchten die Gäste, die sich in Unterzahl nach einem Stockfehler der ERC-Defensive das Spielgerät schnappten und alleine auf Fabian Schütze zuliefen, jedoch am blendend aufgelegten Sonthofer Goalie scheiterten. In der 25. Minute belohnten sich die Schwarz-Gelben für einen couragierten Auftritt: Erst scheiterte Ondrej Havlicek mit einem Schlenzer an der Latte des gegnerischen Gehäuses, dann legte Josef Slavicek Vladimir Kames den Puck auf, und der Spielertrainer vollendete mit einem satten Schuss zum 3:0. Der ERC kontrollierte fortan die spannende Partie, aufgrund einiger Strafzeiten auf beiden Seiten ging der Spielfluss aber etwas verloren. Einziges Manko nach dem zweiten Drittel: Die Gastgeber konnten

vier Powerplays nicht in Tore ummünzen.


Und auch im Schlussdrittel verwaltete der ERC mit gutem Defensivverhalten geschickt den Vorsprung, wenngleich der SCR mit seinen Angriffsbemühungen immer wieder Akzente setzen konnte. Letztlich siegten die Gastgeber dank einer über 60 Minuten souveränen und konzentrierten Leistung absolut verdient – und Keeper Fabian Schütze durfte seinen zweiten Saison-Shutout nach dem 3:0 gegen Bad Aibling Ende Oktober feiern.


Mit diesem Sieg festigen die Sonthofer ihren Spitzenplatz im Landesliga-Tableau und haben aktuell 45 Punkte auf dem Konto. Weiter geht es für die Schwarz-Gelben am kommenden Freitag mit einem Heimspiel. Ab 20 Uhr trifft der ERC auf den SC Forst.


Foto: Bettina Brunner

 
 
 

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