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555 Mal für den ERC: Marc Sill im Interview

555 Mal Marc Sill – kein anderer Spieler in der Geschichte des ERC Sonthofen hat so viele Pflichtspiele im Herrenbereich absolviert wie der 34-jährige Stürmer. Sill läuft in seiner 17. Spielzeit im Dress der Schwarz-Gelben auf und erlangt an der Hindelanger Straße damit endgültig Legendenstatus. Am 24. November wird die Nummer 33 im Rahmen des Heimspiels gegen Lechbruck geehrt. Ein Gespräch über die aktuelle Saison, seine Karriere-Highlights und das besondere ERC-Gefühl.

Nach acht Hauptrundenspielen habt ihr sechs gewonnen – wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Marc Sill: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben ja von Beginn an einige Ausfälle zu beklagen, was es natürlich nicht ganz einfach macht. Ich denke an das Zusammenspiel, die Laufwege und so weiter. Von daher können wir alle bislang ein positives Fazit ziehen.


Was zeichnet die Mannschaft deiner Meinung nach aus?

Marc Sill: Wir haben eine gute Balance in der Mannschaft – von den Torhütern über die Verteidiger bis hin zu den Stürmern. Das Zusammenspiel zwischen den jungen Spielern und den erfahrenen funktioniert ebenfalls. Wir ergänzen uns da gegenseitig und das macht uns als Team aus!


Wir schauen mal in die Glaskugel: Du hast einen Wunsch für dich und den ERC frei.

Marc Sill: Ich wünsche mir, dass wir gut durch die Saison kommen und sportlich erfolgreich sind. Und weil ich es gerade ansprach: Dass wir von Verletzungen möglichst verschont bleiben, damit wir für den Verein und die Fans weiter Gas geben können.


Kommen wir zu deinem Jubiläum, das am Freitagabend ansteht. Für dich ist das die 17. Spielzeit im Trikot des ERC. Du wirst für 555 Pflichtspiele im Herrenbereich geehrt. Was bedeutet dir diese unglaubliche Zahl?

Marc Sill: Das ist für mich eine Bestätigung, dass ich mich in Sonthofen, im Verein und mit den tollen Fans einfach sehr wohl fühle. Das Umfeld ist top: Mit Helmut und Vladi habe ich tolle Trainer, mit denen ich zusammenarbeiten darf. Wir haben super Betreuer, Physios und Ärzte – für mich machen all diese helfenden Hände das ERC-Gefühl aus.

In diesen 17 Spielzeiten hast du alles mitgemacht: Hochs und Tiefs. Was fühlst du, wenn du an den ERC denkst?

Marc Sill: Der Verein und alle, die daran mitwirken, sind für mich wie eine Familie. Das ist wie im Leben abseits der Eisfläche: Du unterstützt dich, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Und du feierst zusammen, wenn es gut läuft. Ich denke da an die beiden Bayernliga-Meisterschaften und den Aufstieg in die Oberliga – legendär.


Du sprichst die Meisterschaften an. Was sind deine Karriere-Höhepunkte?

Marc Sill: Ganz klar: Das erste Mal, als wir Bayernliga-Meister geworden sind. Unter den vielen Highlights hier in Sonthofen war das für mich das größte. Bei der zweiten Bayernliga-Meisterschaft sind wir ja dann auch in die Oberliga aufgestiegen. Ich wollte immer schon immer in dieser Liga spielen. Damit habe ich mir einen Traum erfüllt. Diese Momente werde ich nicht vergessen und sie erfüllen mich auch mit Stolz.

Bei der Mannschaftsaufstellung wird dein Name von den Fans stets am Lautesten gerufen. Was glaubst du, schätzt das Umfeld an dir so sehr?

Marc Sill: Das ist keine einfache Frage für mich. Ich bin ein Spieler, der immer alles gibt, immer kämpft und für die Mannschaft alles macht. Hinzu kommt, dass ich schon sehr lange für diesen tollen Klub spiele. Ich denke, diesen Einsatz und die Treue honorieren die Fans.


555 – mit dieser unglaublichen Zahl bist du Rekordhalter, was die Anzahl der absolvierten Partien im Herrenbereich betrifft. Am Freitag gegen Lechbruck könnte es emotional werden im Eisstadion.

Marc Sill: Für mich ist das gar nicht so richtig greifbar. Das war auch schon so beim 500. Spiel. Aber klar ist das überwältigend. Ich freue mich jetzt sehr auf das 555. Spiel. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen und dass die Hütte noch voller wird als sonst. So wie in der Bayernliga-Zeit, wo wir auch mal vor über 2.000 Zuschauern gespielt haben. Für uns Spieler ist das das Schönste und der Ansporn ist noch größer, alles zu geben. Wenn ich an Freitag denke, ist das Kribbeln schon da.

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