top of page

"Wünschen uns am Sonntag ein lautes Stadion"

  • 26. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Die erste Hürde Achtelfinale hat der ERC locker genommen: Einem souveränen 4:0 in Sonthofen folgte ein enges, aber am Ende verdientes 5:3 in Bayreuth. Gegen wen die Sonthofer am Sonntag um 18 Uhr im heimischen Eisstadion antreten, entscheidet sich am Freitag. Zum Viertelfinalauftakt haben wir mit den Trainern Helmut Wahl und Vladimir Kames über die Baustellen im Team, die möglichen Gegner und den Faktor Fans gesprochen.


Das Wichtigste zuerst: Der ERC Sonthofen ist zum Auftakt in die Playoffs seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat im Achtelfinale die zwei nötigen Siege gegen den Tabellenachten der Parallelgruppe Bayreuth ohne Extrarunde eingefahren. Wie zufrieden seid ihr mit den Auftritten?

Helmut Wahl: Wir stehen im Viertelfinale und haben diesen Schritt in zwei Spielen geschafft. Wir sind insgesamt sehr zufrieden, denn: Bayreuth war für uns vorher ein relativ unbeschriebenes Blatt, aber wir haben gesehen, dass der Gegner Qualität hatte. Am Ende hat unsere gute Mannschaftsleistung den Ausschlag gegeben.


Was hat eurer Meinung nach gut geklappt?

Vladimir Kames: Über weite Strecken hatten wir die Partien im Griff und haben uns über einen kontrollierten Spielaufbau viele Chancen kreiert. Und diese Einschussgelegenheiten muss man sich ja auch erst einmal herausspielen. Schlecht wäre es, wenn wir sie nicht hätten. Außerdem haben wir sehenswerte Treffer erzielt. Und: Unser Unterzahlspiel funktioniert aktuell sehr gut.


Wo hapert es?

Helmut Wahl: Mit dem Überzahlspiel waren wir bislang nicht zufrieden. Die Scheibe lief noch nicht flüssig, so musste der Gegner sich in Unterzahl zu wenig bewegen, was wiederum dazu geführt hat, dass wir nicht die Räume hatten, um abzuschließen. Auch an unserem Körperspiel und der Bereitschaft, um jede Scheibe zu kämpfen, feilen wir noch.


Im Training werdet ihr dann genau darauf den Fokus legen…

Vladimir Kames: Ganz genau. Wir haben an unserem Powerplay gearbeitet und dafür unsere Reihen umgestellt. Hinzu kommt, dass wir in Drucksituationen bei einer cleveren Puckbehandlung bleiben möchten, heißt also: smart spielen.


Helmut Wahl: Und nicht zu vergessen: Wir möchten uns unsere gute Laune bewahren.


Vladimir Kames: Helmut hat absolut recht, das ist am Ende das Wichtigste. (beide lachen)


Am Sonntag warten im Viertelfinal-Heimspiel entweder Trostberg oder Pfronten auf euch. Wo seht ihr die Stärken bei den Teams?

Vladimir Kames: Wir kennen Pfronten natürlich sehr gut und wissen um ihre Qualitäten. Gerade wenn sie gegen uns spielen, agieren sie noch schneller, noch härter. Sie leben von ihrem körperbetonten Spiel und gehen zielstrebig in Richtung Tor.


Und Trostberg?

Helmut Wahl: Trostberg ist ein unangenehmer Gegner, weil sie einen über Jahre gewachsenen Kader haben. Das Team sucht die schnellen Abschlüsse und ihre Special Teams, also Powerplay und Unterzahl, funktionieren gut. Sie haben kampfstarke und gute Jungs im Lineup wie Wayne Grapentine, Petr Dvorak oder Michal Zak.


Wie sehr würdet ihr euch auf ein Derby gegen Pfronten mit voller Hütte freuen?

Vladimir Kames: Derbys sind immer etwas ganz Besonderes, weil die Eisstadien noch voller sind. Wir erleben Emotionen auf und neben dem Eis. Wir haben unglaublich viele und treue Fans, und zu wissen, dass sie hinter uns stehen, pusht uns ungemein. Je mehr Zuschauer ins Stadion kommen desto motivierter sind wir, unser bestes Hockey zu zeigen.


Das Eisstadion Hindelanger Straße kann also am Sonntag wieder ein wichtiger Faktor sein? 

Helmut Wahl: Das ist unsere Heimstätte und das Zuhause unserer Fans. Wie wichtig das Eisstadion ist, zeigt, dass wir bislang alle Heimspiele gewonnen haben. Ganz gleich, ob unser Gegner am Sontag Trostberg oder Pfronten heißt: Wir wünschen uns ein volles und vor allem lautes Stadion. Wir wollen die Gesänge und Trommeln unserer Fans hören – das treibt uns Coaches und die Jungs voran.


Fotos: Bettina Brunner

 
 
 

Kommentare


bottom of page