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4:3! ERC Sonthofen besiegt Tabellenführer Burgau

Das roch gewaltig nach Playoffs: Eishockey-Landesligist ERC Sonthofen besiegte am Freitagabend den Klassenprimus Burgau in einem dramatischen Spiel mit 4:3 nach Verlängerung und beendete damit die beeindruckende Siegesserie der Gäste, die zuvor neunmal in Folge als Sieger das Eis verlassen hatten. Siegtorschütze für den ERC war Ondrej Havlicek in der Verlängerung.


Kampf bis zum Ende, intensive Zweikämpfe und jede Menge Tempo: Die Schwarz-Gelben und die Eisbären Burgau zeigten den 700 Zuschauern im Eisstadion an der Hindelanger Straße, darunter eine Busladung stimmgewaltiger Gästefans, von Beginn an, warum hier die beiden derzeit besten Teams in ihrer Landesliga-Gruppe auf dem Eis die Schläger kreuzten. Die heimstarken Sonthofer mussten sich mit ihrem Keeper Fabian Schütze in den ersten Minuten aber zunächst einigen Angriffen der forschen Gastmannschaft erwehren, die den ERC bereits im eigenen Drittel unter Druck setzte.


Gleich in den ersten beiden Minuten überstand der ERC ein Unterzahlspiel, und es dauerte rund fünf Minuten, bis die Schwarz-Gelben sich von dem Anfangsdruck Burgaus befreien und sich erste zielgerichtete Offensivaktionen erspielen konnten. In der zwölften Minute war es dann soweit: Christian Engler wurde mustergültig von Robin Berger und Niklas Arnold bedient, tunnelte zunächst einen Gegenspieler, zog mit Tempo in Richtung Tor und ließ dem Burgauer Keeper Philipp Schnierstein keine Chance – 1:0! Und auf einmal lief es deutlich besser bei den Sonthofern. Sie entwickelten mächtig Druck aufs Gäste-Gehäuse. Die logische Folge: Nur drei Minuten später war es Denis Adebahr, der nach einem Schuss von der blauen Linie handlungsschnell nachfasste und den Puck zum 2:0 über die Linie drückte (Assists: Roman Zwicker, Kevin Adebahr).


Ähnlich vielversprechend begann auch der Mittelabschnitt, in dem Matyas Stransky in der 22. Minute zu einem seiner unnachahmlichen Soli ausholte, abzog und nur am Pfosten scheiterte. Und Burgau? Sie rackerten weiter, hielten das Tempo im Spiel hoch und zeigten sich von dem Rückstand wenig beeindruckt. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe – ein echter Schlagabtausch, Zweiter gegen Erster, Jäger gegen Gejagte. Für die Zuschauer blieb wenig Zeit zum Durchschnaufen. Das erste zählbare Ausrufezeichen an diesem Abend setzten die Burgauer dann in der 25. Minute, als sie in ihrer Druckphase den Anschlusstreffer erzielten. Ein starker Fabian Schütze zwischen den Pfosten vereitelte in der Folge einige Schüsse der Burgauer. Und so ging es mit einem 2:1 in die Kabinen.


Drittel drei, dasselbe Bild: Im Gegensatz zum ERC trat Burgau nur mit drei Reihen an, von Kräfteverlust aber war nicht viel zu sehen. Mit dem Selbstbewusstsein und Selbstverständnis von neun Erfolgen in Serie entwickelten sie immer wieder mächtig Zug zum Tor. Aber auch Sonthofen ließ seine Klasse aufblitzen. Es war ein echtes Spitzenspiel, in dem die Heimmannschaft in der 47. Minute das Eisstadion zum Brodeln brachte: Jochen Hartmann netzte auf Vorlage von Robin Berger zum viel umjubelten 3:1 ein. Doch nur drei Minuten darauf kamen die Gäste mit einem satten Schuss unter die Querlatte zum 2:3. Das Momentum war nun auf Seiten der Eisbären – und dieses nutzten sie vier Minuten später für sich: 3:3!


In den letzten Minuten kamen die Schwarz-Gelben noch zu einigen guten Torchancen, allerdings fehlte das Zielwasser. Mit einem 3:3 ging es in die Overtime, in der die Burgauer sich nach einer Minute eine Strafzeit leisteten. Unterstützt von den eigenen Fans sorgte in der dritten Minute der Verlängerung Ondrej Havlicek auf Vorlage von Vladi Kames und Kapitän Marc Sill für das 4:3! Jäger Sonthofen bezwang in einem intensiven und temporeichen Match den Gejagten Burgau, rückt mit diesem Sieg auf vier Punkte ran an den Tabellenführer und hat bei zwei Spielen weniger auf dem Konto die Chance, aus eigener Kraft die Tabellenführung zurückzuerobern.


Am Sonntag geht es ab 18 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SC Reichersbeuern weiter, die ihre Auswärtspartie in Fürstenfeldbruck souverän mit 3:0 für sich entschieden.

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