Interview mit Lukas Slavetinsky

December 12, 2018

Lukas Slavetinsky ist nicht nur Spieler des ERC Sonthofen und aktuell sogar Top-Scorer, sondern auch sportlicher Leiter. Mit dem Abgang von Sean Morgan und Wayne Lucas sowie der Verletzung von Martin Frolik und der Sperre von Petr Sinagl ist die ohnehin dünn besetzte Mannschaft von Martin Sekera arg geschrumpft.

 

Deshalb haben wir Lukas zum Interview gebeten, um euch Fans einen Einblick in die Hintergründe zu geben und gleichzeitig auch einen Blick in die Zukunft zu wagen:

 

Hallo Lukas, danke, dass du dich den „brennendsten“ Fragen stellst. Zum Einstieg aber erst einmal eine etwas leichtere Frage: Gestern Abend hattet ihr mit der Mannschaft Weihnachtsfeier. Wie war es und wie ist die Stimmung im Team?

 

Slavetinsky: Ja genau, gestern fand die teaminterne Weihnachtsfeier mit anschließendem Wichteln statt. Es waren einige sehr lustige Geschenke mit dabei. Auch der Nikolaus, ein Weihnachtself und ein menschlicher Weihnachtsbaum waren anwesend. Mehr wird jedoch an dieser Stelle nicht verraten. Die Stimmung im Team ist trotz der Widrigkeiten, die diese Saison auf uns einprasseln gut. Nach und nach stellt sich ja auch heraus, welche Spieler auch wirklich bei uns spielen wollen.

 

Am selben Abend habt ihr den Abgang von Wayne Lucas verkündet. Was hat euch dazu bewogen, nach Sean Morgan einen weiteren jungen deutschen Spieler abzugeben?

 

Slavetinsky: Generell können wir es uns nicht leisten, Spieler abzugeben. Jedoch macht es keinen Sinn, Spieler in der Mannschaft zu haben, die sich nicht voll und ganz mit unserem Verein identifizieren. Über Umwege habe ich Ende letzter Woche erfahren, dass sich Wayne selbst in Peiting angeboten hatte. Daraufhin haben wir das Gespräch mit dem Spieler gesucht und uns wurde schnell klar, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn macht. Wie auch im Fall von Sean Morgan, habe ich mit Wayne Lucas über eine angemessene Abfindung zu unseren Gunsten verhandelt und schließlich den Vertrag am Dienstag aufgelöst.

 

Wie steht es um Martin Frolik und wie lange ist Petr Sinagl nach seiner Matchstrafe gesperrt?

 

Slavetinsky: Martin Frolik ist seit letzter Woche wieder voll im Training und wird am Wochenende auflaufen. Petr Sinagl ist leider wegen seiner Matchstrafe für zwei Partien gesperrt und hat zwei weitere Spiele auf Bewährung. 

 

Die „jungen Wilden“ aus Kaufbeuren machen ihre Sache sensationell gut und begeistern die Zuschauer von Spiel zu Spiel. Leider haben sich Marc Hoffmann und Max Oswald nun verletzt. Wie geht es den beiden?

 

Slavetinsky: Max, Marc und Leon zuzuschauen, macht einfach Spaß! Sie zeigen wirklich erfrischende Leistungen. Wir sind hochzufrieden mit ihren Auftritten und ihrem Engagement. Wir sind wirklich froh, sie im Kader zu haben. Die Jungs spüren das Vertrauen, das Martin Sekera in sie hat, und verdienen sich jede Sekunde ihrer Eiszeit. Leider haben sich Max und Marc verletzt und werden uns in den kommenden Wochen fehlen. Marc Hoffmann hat sich nach einem Check im Spiel gegen Rosenheim eine Bänderverletzung in der Schulter zugezogen. Hier müssen wir jedoch noch die MRT-Untersuchung abwarten, um eine genaue Ausfalldauer nennen zu können. Max Oswald hingegen ist gestern Abend im Training in vollem Lauf unglücklich in die Bande gestürzt und hat sich dabei das Handgelenk gebrochen. Er wurde gestern Abend umgehend in Immenstadt operiert und wird ungefähr zwei Monate ausfallen. Wir werden beide Spieler sehr vermissen und wünschen ihnen auf diesem Weg gute Besserung und eine schnelle Rückkehr.

 

Wie sieht es mit weiteren Förderlizenzspielern für die kommenden Wochen aus?

 

Slavetinsky: Kommendes Wochenende werden uns zwei Förderlizenzspieler von den Bietigheim Steelers zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um Fabjon Kuqi und Robert Kneisler.

 

Andere Vereine tauschen munter ihre Kontingentspieler oder verpflichten neue Spieler. Warum wurde der ERC bisher noch nicht aktiv? Woran hapert es?

 

Slavetinsky: Wir verhandeln seit Wochen mit potenziellen Neuzugängen – sowohl mit deutschen Spielern, als auch mit Ausländern. Bei den deutschen Spielern ist der Markt jedoch größtenteils leer und falls es einen interessanten Spieler gibt, können wir mit anderen Vereinen finanziell nicht mithalten. Ähnlich läuft es auch auf dem ausländischen Sektor: Entweder wir können finanziell nicht mithalten oder Spieler springen uns in der letzten Sekunde ab. Leider sind wir budgetär sehr limitiert, da wir noch Schulden aus der vergangenen Saison tilgen müssen. Für uns gilt es, die aktuelle Saison sportlich und finanziell bestmöglich zu beenden und jetzt schon mit den Planungen für die anstehende Spielzeit zu beginnen, um nächstes Jahr in allen Belangen besser aufgestellt zu sein.

 

Am Wochenende stand mit Flo Lempenauer ein „Hobby-Torhüter“ im Tor. Wie kam es überhaupt dazu? Warum gab es keinen Förderlizenztorwart und warum wurden die Spiele nicht abgesagt?

 

Slavetinsky: Erstmal möchte ich mich auf diesem Wege nochmals bei Florian Lempenauer für seine Hilfe herzlich bedanken. Hut ab vor seiner Leistung und seiner Einstellung zum Sport. In dieser Hinsicht können sich einige Spieler eine dicke Scheibe von ihm abschneiden. Florian war als Backup-Goalie für das letzte Wochenende eingeplant, da Roman Steiger seit letzter Woche Dienstag mit einer Magen-Darm-Erkrankung ausgefallen war. Freitagmorgen ist dann leider auch Patrick Glatzel an Magen-Darm erkrankt. Wir hatten jedoch immer die Hoffnung, dass einer der beiden zumindest für das Auswärtsspiel in Landshut zur Verfügung stehen würde. Leider war dem nicht so. Grundsätzlich ist eine Spielverlegung nur dann möglich, wenn laut Statuten „höhere Gewalt“ vorliegt. So wie im Fall von Selb gegen Weiden, als wegen Glatteis eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden konnte. Wir haben zwar versucht die Spiele zu verlegen, aber leider hat es nicht geklappt. Dies war sicherlich in Teilen auch dem engen Spielplan im Dezember geschuldet. Generell bin ich persönlich der Meinung, dass es im Fall einer Erkrankung der Torhüter eine Sonderlösung geben muss. Es schadet in meinen Augen dem Ansehen der Liga, wenn eine Mannschaft mit einem Torwart, der seit drei Monaten nicht auf dem Eis stand, antreten muss und sich dann nahezu 20 Gegentore in zwei Spielen abholen soll.

 

Vielen Dank für das Interview, Lukas!

 

 

 

 

 

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